St. Martin rupft den Tabellenzweiten

Nermin Ibrahimi (in schwarz) brachte St. Martin gegen Kaindorf erst in Führung und nach dem Rückstand zurück in die Siegerstraße.
  • Nermin Ibrahimi (in schwarz) brachte St. Martin gegen Kaindorf erst in Führung und nach dem Rückstand zurück in die Siegerstraße.
  • Foto: Franz Krainer
  • hochgeladen von Simon Michl

Es war jenes klassische „sich selbst aus dem Sumpf ziehen“, welches St. Martin i. S. mit einer kämpferischen Glanzleistung vollzog. Eine Leistung, die der Mannschaft nach dem durchwachsenen Start in die Herbstsaison kaum jemand zugetraut hatte, doch mit einer Energieleistung allererster Güte haben die St. Martiner bewiesen, dass unbeugsamer Wille und Teamwork, bei dem jeder für jeden bereit ist zu leiden, Berge versetzen kann. Die Kaindorfer kamen mit breiter Brust ins Sulmtal, um sich weiter ganz vorne zu positionieren, eine starke Mannschaft mit Luka Pekez, der beinahe nach Belieben trifft und einer überdurchschnittlich ausgewogenen Truppe, die vielleicht auch Tabellenführer Hengsberg über die Saison ärgern könnte. St. Martins Mannschaft hielt mit perfekter Einstellung und Kampf um jeden Ball dagegen, hatte mit dem zweifachen Torschützen Nermin Ibrahimi den an diesem Abend effektiveren Stürmer in seinen Reihen sowie ein goldenes Händchen von Thomas Hopfer, der Siegtorschütze Benjamin Strnad einwechselte, welcher acht Minuten vor Schluss zum 3:2 traf. Dazwischen lag eine von den Hausherren sehr intensiv geführte Partie, die Führung durch Ibrahimi (27.), der Ausgleich durch Pekez (40.) per Kopf nach „Sekundenschlaf“ der St. Martiner Abwehr, eine Topchance von Marco Watz und die zwischenzeitliche Führung für Kaindorf durch Thomas Preschern (59.). Klasse, wie Ibrahimi beim 2:2 gleich vier Kaindorfer Verteidiger narrte und die emotionale Explosion des Torschützen nach dem Siegestor. Neun gelbe Karten zeugen von der Intensität der Begegnung, jeweils Gelb-Rot für St. Martins Manuel Erkinger und Kaindorfs Daniel König waren beinahe die logische Folge, doch die Begegnung war nie grenzwertig. Der 3:2-Erfolg ist das gerechte Resultat außergewöhnlichen Willens bei den Hausherren und des doch eher schlampig-überheblichen Auftritts der Gäste, der bestraft wurde.

von Franz Krainer

Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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