Weststeirische Weine präsentieren ihren Jahrgang online

Den Jahrgang 2019 des Steirischen Weins kann man ab sofort genießen.
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  • Den Jahrgang 2019 des Steirischen Weins kann man ab sofort genießen.
  • Foto: Steiermark Tourismus/Gery Wolf
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Der neue Jahrgang von Weststeiermark DAC ist da – wenn auch nur online. So schmecken Schilcher und Co. von 2019.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Covid-19 verändert auch den Jahreslauf der weststeirischen Weinbauern: Die alljährliche Präsentation des Steirischen Weins musste heuer abgesagt werden. In den Weingärten und Kellern kann aber weitergearbeitet werden und so wird der Jahrgang 2019 heuer online präsentiert. Auf steiermark.wine sowie in unserer Übersicht finden sich die Weingüter des DAC-Gebiets Weststeiermark, die ihre Produkte nun online anbieten.

Online-Shops im Bezirk Deutschlandsberg

Der neue Jahrgang ist erst der zweite, der als Weststeiermark DAC auf den Markt kommt – das internationale Gütesiegel garantiert in einer dreiteiligen Herkunftspyramide qualitätsvollen aus dem Schilcherland. DAC-Gebietsweine sind seit 1. März am Markt, Orts- und Riedenweine kommen ab 1. Mai dazu.

Schilcher, klassisch oder innovativ

Die Weststeiermark war das erste steirische Gebiet, das diese Herkunftsbezeichnung zugesprochen bekam. Mit 546 Hektar Anbaufläche ist die Weststeiermark zwar das kleinste steirische Weinbaugebiet, aber das einzige, in dem der echte Schilcher gekeltert werden kann. Über 80 Prozent der angebauten Reben macht der Blaue Wildbacher aus. Daraus kreieren die weststeirischen Weinbauern immer öfter Innovationen abseits des schillernden Rosèweins: als klassischer Rotwein, gleichgepresst in einer gold-gelben bis weißen Farbe, gereift in Holzfässern oder natürlich als verschiedenste Schaumweine.
Und so schmeckt der Schilcher 2019: Der neue Jahrgang zeichnet sich durch eine gut eingebundene Säurestruktur aus, durchaus druckvoll am Gaumen mit Länge im Abgang. Ansätze von schwarzer Johannisbeere, etwas Kräuterwürze bis hin zu sehr reif wirkender Walderdbeeraromatik. Das Farbenspiel geht von zart rosa bis zu tief rubinrot mit violetten Reflexen.

Weststeirische Weißweine sind fruchtbetont

Auch Weißweinliebhaber kommen mit dem Weststeiermark DAC auf ihre Kosten: Die steirischen Weißweine sind von frischer Säure und moderatem Alkoholgehalt geprägt. Besonders auffällig sind die fruchtigen Aromen und die bereits jetzt vorhandene Eleganz und Harmonie. Die wichtigsten weißen Rebsorten in der Weststeiermark sind Weißburgunder, Sauvignon blanc und Welschriesling.
Der Weißburgunder gibt sich 2019 wieder etwas klassischer und primärfruchtiger. Aromen in Richtung Birne, mit zarter „Kreidigkeit“ am Gaumen schließen nahtlos an den letzten Jahrgang an. Sehr reif geerntete Vertreter bestechen durch dezente Frucht und sehr feine nussige, weiche Anklänge in Duft und Gaumen.
Der Jahrgang 2019 des Sauvignon blanc ist intensiv fruchtig und sehr vielfältig. Einige Vertreter weisen die Aromatik nach grünem oder gelbem Paprika auf, meist herrschen aber reife exotische Noten von Papaya, Mango oder Maracuja vor. Das Besondere ist aber die immer würzig ausgeprägte Säurestruktur, die die Frucht stützt und intensiviert.
Der Welschriesling 2019 ist häufig sehr reif, bedingt durch deutlich geringere Erträge. Mehr gelbschaliger Apfel aber auch reife Frucht mit etwas Zitrusnoten. Am Gaumen ebenfalls reif und ausdrucksstark.

Die Weststeiermark ist eines der kleinsten Weinbaugebiete überhaupt.
  • Die Weststeiermark ist eines der kleinsten Weinbaugebiete überhaupt.
  • Foto: ÖWM/Armin Faber
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Ein Rückblick

Das Weinjahr 2019 forderte Geduld und brachte nur im Frühsommer ein wenig hektisches Treiben in die Weinberge. Durch den milden Winter mit wenigen Niederschlägen konnte bei Frühsorten bereits Ende März das Stadium des Knospenschwellens beobachtet werden. Ab April änderte sich die Wetterlage: Regen entschärfte den Wassermangel in den Böden und kalte Nächte bremsten das Wachstum der Reben. Frosttechnisch war aber nur eine Nacht im Mai kritisch, ohne wirkliche Schäden anzurichten. Auf den kältesten Mai folgte der heißeste Juni mit einer sehr kurz dauernden Rebblüte. Auch der Juli war rekordverdächtig heiß, in Summe war es ein eher trockener Sommer mit gerade einmal ausreichend Regen bis hin zum Reifebeginn. Ab September setzte eine kühlere Periode ein, die vor allem auch angenehm kühle Nachttemperaturen mit sich brachte, welche ebenfalls positive Auswirkungen auf Fruchtaromen und Säurestruktur der Weine hatten. Der Herbst verlief sehr mild und ausgeglichen, sodass die Hauptlese planmäßig und ohne Hektik erfolgen konnte, weil auch längere Regenfälle ausblieben. So konnte die Weinlese 2019 bei optimalem Wetter Mitte September gestartet werden und dauerte bis in den Oktober an.

Weniger Ertrag, mehr Reife

Über 240.000 Hektoliter konnten die steirischen Weinbauern im vergangenen Jahr ernten, nur unwesentlich weniger als 2018. "Dieser brachte physiologisch reife Trauben mit ausgeprägter Sortentypizität und ordentlich „Druck“ hervor, nicht im Sinne von Alkohol, sondern von Extrakt und Fülle, angenehm reifen Gerbstoffen und einer Harmonie am Gaumen", erklärt Werner Luttenberger von Wein Steiermark. Besonders trifft das auf die Aromasorten wie Sauvignon oder Gelber Muskateller zu, die mit enormem Fruchtreichtum hervorstechen.

Den Jahrgang 2019 des Steirischen Weins kann man ab sofort genießen.
Die Weststeiermark ist eines der kleinsten Weinbaugebiete überhaupt.

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