14.06.2017, 08:32 Uhr

A fesche Musi mit der "Freigarten Blås"

Jung, frisch und fesch: Die Burschen der "Freigarten Blås" haben's nicht nur musikalisch voll drauf.

Sechs junge Burschen spielen Tanzlmusi erster Klasse: Die "Freigarten Blås"

DEUTSCHLANDSBERG. Wenn flotte Volksmusik hoch über Deutschlandsberg ganz ohne Festl erklingt, dann ist Probenzeit für die "Freigarten Blås" - das sind sechs junge Burschen, allesamt Vollblutmusiker, die sich im Oktober des Vorjahres zusammengetan haben.

Ein Ohrenschmaus

"Der Georg, der Pauli und ich hatten die Idee, eine Tanzlmusi auf die Beine zu stellen", so Peter Aßlaber. Der versierte Harmonikaspieler ist als einziger der sechs jungen Männer noch nicht in der Frauenwelt vergeben, kommt ursprünglich aus Großklein und wohnt derzeit in Graz, wo er Lehramt für Musik sowie Englisch studiert und bereits einen Volksmusik-Studienabschluss in der Tasche hat.
Georg Edegger wohnt und studiert in Graz Bauingenieurwesen und bläst die Posaune. Bei ihm zuhause in Deutschlandsberg hat die WOCHE einen Proben-Besuch abgestattet. Gitarrist Paul Loibner studiert in Wien an der BOKU, hat den Bachelor bereits absolviert und wohnt in Graz: "Ich bin aber immer wieder gerne zuhause in Dietmannsdorf, also in St. Martin i. S." Mit Michael Weissensteiner ist ein Obersteirer mit von der Partie, nämlich ein Ennstaler, der ebenfalls an der BOKU studiert, in Graz wohnt und mit dem Flügelhorn seinen Beitrag leistet.
Das zweite Flügelhorn wird bespielt von Johannes Fruhwirth aus Unterpremstätten, ebenfalls ein Student in Graz, der als absoluter Quereinsteiger unter den Volksmusikanten erfrischende Einflüsse mitbringt: "Ich komme eher aus dem Jazz, Funk und Pop und studiere gerade Lehramt Musikerziehung. Als mich der Peter zum Mitmachen bei dieser Volksmusik-Partie gefragt hat, war ich sofort dabei. Mir gefällt die Musik, weil sie so echt ist", freut sich Johannes, der in der Musikschule in Bad Gams Blechblasinstrumente, Klavier und Keybord unterrichtet.

Mehr als Blech

Mit der Tuba hat Christoph Ladreiter das gewichtigste Instrument zu stemmen. Christoph hat seine Wurzeln in Rohrmoos Untertal bei Schladming und studiert in Graz: "Für mich ist Musik der schönste Ausgleich zu meinem Studium "Nachhaltiges Lebensmittelmanagement". Außerdem haben wir immer eine Mords-Gaudi." Woher der Name rührt? "Der Christoph, bei dem wir meistens proben, wohnt in Graz mit der Adresse "Am Freigarten", daher der Name "Freigarten Blås", erklärt Paul. Und das Repertoire? "Unser Schwerpunkt ist die traditionelle Volksmusik und auch Blasmusik aus dem Böhmischen. Oberkrainer-Einflüsse sind ebenfalls dabei, aber wir arbeiten an unserem eigenen Stil", betont Peter und Michael ergänzt: "Wir wollen künftig ein wenig modernere Züge einfließen lassen. Schließlich spielen wir auf Hochzeiten, Festen u.a., da wird dann schon der eine oder andere alte Schlager gewünscht."

Eigene Kompositionen

Mit eigenen Kompositionen könnte die "Freigarten Blås" inzwischen schon locker ein Album füllen: "Und was nicht selbst kreiert ist, wird von uns neu arrangiert", ergänzt Johannes. "Es muss eben für uns passen, damit sich ein eigener Sound entwickeln kann", betont Christoph.
Die Paradestück'ln? Peter: "Das wäre einmal ein Boarischer von mir, betitelt 'In da Hoatnahittn', das ist ein Buschenschank, und der "Anna Maria-Walzer" vom Michael." "Diesen Walzer habe ich meiner Freundin und meiner Nichte gewidmet", erklärt Michael und Georg fasst zusammen: "Der Peter schreibt also für Buschenschenken und der Michael für die Frauen." Singen können die Burschen übrigens auch.
Der gemeinsame Tenor: "Wir wollen mit echter, qualitätvoller Volksmusik gute Stimmung machen, das Publikum mit der Energie und der Freude an der Musik mitreißen und dabei so authentisch wie möglich bleiben."
"Leader" oder "Chef" gibt's übrigens keinen bei der "Freigarten Blås", es sind alle mit der gleichen Leidenschaft bei der Sache. Und warum eine reine Männerpartie? "Weil es einfacher ist."


Die kommenden Auftritte

Wer jetzt Gusto bekommen hat, die Burschen einmal live zu erleben, der hat dazu schon am 17. Juni im JUFA Deutschlandsberg Gelegenheit, wenn ab 20 Uhr nach dem Volksmusik-Seminar zum großen Volksmusik-Abend geladen wird. Neben der "Freigarten Blås" werden dort auch "Die 4 Buam", "Schnodabixn", der "Singkreis Trahütten", die Saitenschneider" sowie Referenten und Teilnehmer des Volksmusikseminars zu erleben sein, moderiert von Bernd Prettenhofer.

Theater im Bauernhof

Außerdem wird die "Freigarten Blås" des öfteren beim Theater im Bauernhof in St. Josef vor und nach den Vorstellungen sowie in den Pausen aufspielen.

Eine Hörprobe gibt es auf der WOCHE Facebook-Seite.
Kontaktieren können Sie die "Freigarten Blås" auf ihrer Facebook-Seite oder bei Peter Aßlaber unter Tel.: 0664/2619263
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