10.07.2017, 11:52 Uhr

Modernes Bildungszentrum für Predings Pflichtschüler

Am Spaten: LAbg. Bernadette Kerschler, LH-Stv. Michael Schickhofer, Bgm. Adolf Meixner und Wolfgang Fehleisen von der Baubezirksleitung Leibnitz. (Foto: Foto: Barbara Zapfl)
PREDING. Die Freude bei Predings Bürgermeister Adolf Meixner war spürbar: Mit seiner Begrüßung und einer kleinen Historie über die Entwicklung des Schulstandorts Preding zeigte er offen seine große Freude über das Projekt „Volksschulneubau“, das mit dem Spatenstich in der letzten Woche gestartet worden ist. Man hat sich viele Gedanken über Funktionalität, Energieeffizienz und natürlich auch über die architektonische Ausrichtung gemacht. In Zusammenarbeit mit der Baubezirksleitung Leibnitz wollte man nichts dem Zufall überlassen, hat einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, aus dem das Büro „Projekt CC“ als Sieger hervorgegangen ist. „Realisiert wird nun jener Entwurf, den ich als erstes ausgeschieden hätte,“ gab Meixner mit einem breiten Lachen zu, und räumt ein: „Hier sieht man eben, wie wenig Ahnung ich von Architetkur habe, allerdings bin ich gerne bereit, dazuzulernen!“

Auch die Musikschule kommt hier unter

Zu Beginn stand eine Zeit lang auch die Sanierung des alten Volksschulgebäudes zur Diskussion, doch die alte Stahlkonstruktion energieeffizient mit einer neuen Hülle auszustatten, hätte nach Berechnungen der Baufachleute die Kosten nur unwesentlich verringert. Außerdem wird das neue Gebäude auch für die Musikschule adaptiert, modernstes know-how inklusive. Bereits in einem Jahr wird ein den Bedürfnissen der Schüler angepasstes, hochmodernes Schulgebäude bezugsfertig sein, das der bildungsfreudigen Predinger Jugend gewidmet ist. Nach der Sanierung der NMS vor drei Jahren werden nun im nächsten Schuljahr die Volksschüler im Gebäude der Neuen Mittelschule unterrichtet.

Zwei Schulen an einem Standort für ein Jahr

NMS-Direktor Gerhard Reicho hat sich mit der logistischen Herausforderung intensiv beschäftigt, sieht organisatorisch keine Probleme, freut sich auf das Jahr mit den Volksschülern: „Die älteren Volksschüler können sich bereits an unser Haus gewöhnen, die anfallenden Probleme sind bei gegenseitiger Kompromissbereitschaft lösbar.“ Bürgermeister Meixner ist auch Landesrat Michael Schickhofer sehr dankbar, der die notwendigen Landesmittel für den Bau zur Verfügung gestellt hat.
Die Baubezirksleitung Südwest (Leibnitz) geht mit den angebotenen „Architekturreisen“ neue Wege, bei denen funktionelle Bauten zusammen mit den Gemeindeverantwortlichen analysiert und die wesentlichen Zielsetzungen öffentlicher Gebäude anschaulich diskutiert werden. Von einer dieser Architekturreisen kam Predings Bürgermeister Adi Meixner nach anfänglicher Skepsis (wie er selbst bestätigt) geläutert zurück. Das ist einer der Gründe, warum Preding mit diesem Volksschulneubau in die architektonische Eliteliga vorstößt, ohne die Kosten explodieren zu lassen.

von Franz Krainer
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