Die Bedeutung von "Mariä Lichtmess" Ab jetzt viel Licht

Der 2. Februar ist ein wichtiger Tag im Kirchenkalender.

Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden erst an diesem Tag
in katholischen Kirchen und Privathäusern die Krippen und
die Weihnachtsbäume abgebaut: Am 2. Februar, am im
Volksmund so bezeichneten Tag "Mariä Lichtmess", endete
endgültig die Weihnachtszeit.
"Lichtmess"ist eines der ältesten Feste der christlichen Kirche:
Seit Anfang des 5. Jahrhunderts wurde es in Jerusalem am 40.
Tag nach der Geburt Jesu gefeiert. In Rom führte die Kirche
den Feiertag um das Jahr 650 ein.

Mit dem 2. Februar verbinden sich viele unterschiedliche Glaubensaussagen, viele Volksbräuche und auch Bauernregeln. Seit dem 11. Jahrhundert kam der Brauch der Kerzensegnung und der Lichterprozessionen auf. An Lichtmess wurden dann auch die für das nächste Jahr benötigten Kerzen der Kirchen und der Familien geweiht. Diese Kerzen gelten auch heute noch als besonders wundertätig und werden zum Schutz vor Unheil oder Unwettern angezündet.
Zu Lichtmess begann die Vorbereitung auf die neue Feldarbeit. Die Wetterregeln handeln von der Vorfreude auf das Frühjahr: "Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." Hoffnung auf den Frühling macht auch, dass die Tage nun deutlich länger hell bleiben.
Eine anschauliche Regel beschreibt, wie die Tage nach der Wintersonnwende am 22. Dezember länger werden: "Weihnachten um ein' Mückenschritt, Silvester um ein' Hahnentritt, Dreikönig um ein' Hirschensprung und Lichtmess um ein' ganze Stund." Der Volksmund schlägt mitunter gar einen Bogen vom Martinstag am 10. November zu "Lichtmess": "Martin zünd' Licht an; Maria bläst's wieder aus."
Der Brauch des Lichtmesssingens wird in manchen Gegenden heute noch praktiziert. Als Lohn erhalten die Sänger Geldspenden und am Land den Lichtmesskrapfen.

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