Die Menschenwürde im Alter „Pflegehotel-Fernitz-Mellach“

"Eine Familie, Bewohner, PflegerInnen, Helfer, Angehörige"
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Die Menschenwürde im Alter, so der Titel in der Kleinen Zeitung am Donnerstag 28. 09.
Der Pflegeskandal in Niederösterreich sollte Anlass sein, die Fehler im System zu beheben, und daran zu erinnern, dass die Verantwortung nicht am Tor des Heimes endet. Dieser Fall bestürzt natürlich, macht fassungslos und wütend. Statt die ihnen in Obhut gegebenen Menschen zu pflegen, ihnen einen Lebensabend mit Würde zu ermöglichen, wurden die Pfleglinge eines Heimes in Niederösterreich gequält, so der Leitartikel von Thomas Cik.

Ja man soll solche Zustände aufzeigen. Aber was in diesem Zusammenhang über alle Medien abgelaufen ist, stimmt mich sehr traurig. Einerseits gut, dass eine öffentliche Debatte damit ausgelöst wurde und unzählige Verbesserungsvorschläge angeführt wurden.
Andererseits alle Pflegewohnhäuser in einen Topf zu drängen finde ich persönlich theatralisch.

Dass sich das Pflegepersonal jeden Tag mehrere Stunden mit Protokollen und Formalismen beschäftigen muss, kennt man in Zeiten von Qualitätssicherung und Zertifizierung. Diese Zeit fehlt oft unmittelbar für die emotional anstrengende Arbeit.

Ich würde mir wünschen, dass in Zukunft auch mehr Positives über Pflegewohnhäuser berichtet wird.
Wie zum Beispiel aus dem Pflegewohnhaus Fernitz-Mellach, wo es weit über 30 freiwillige Helfer gibt, die sich mit den Bewohnern beschäftigen und damit indirekt das Pflegepersonal bei ihrer belasteten Arbeit unterstützen. Da sind natürlich auch die Angehörigen der Bewohner gefragt. Auch die Nähe zur Kirche ist vorteilhaft.
Peter Loder-Taucher, der Hausleiter führt das Pflegewohnhaus wie ein Hotel. In diesem Haus herrscht im Zusammenspiel Personal, Angehörige, Bewohner, Ehrenamtliche Helfer ein unglaubliches familiäres Verhältnis, was dem Wirken des Hausleiters zuzuschreiben ist.

Während der Besuche meiner Mutter wurde mir die oft anstrengende Arbeit der PflegerInnen vor Augen geführt. Dabei wurde mir auch bewusst, wie äußerst wichtig die Rolle der Angehörigen, so welche es gibt, ist. Das waren auch die Gründe, warum ich mich als ehrenamtlicher Mitarbeiter gemeldet habe. Geholfen habe ich schon so weit als möglich davor.

In diesem Zeitraum ist mir schon aufgefallen, dass „das Halten der Hand weit über die pflegerische Aufgabe hinausgeht“. Und doch gehört es dazu. Weil sich jede Pflegeperson wünschen würde, mehr Zeit mit den Bewohnern verbringen zu können. Weil man dadurch leichter eine Beziehung zum Menschen aufbaut.
Gott sei Dank, gibt es hier wie schon erwähnt eine große Anzahl von freiwilligen Helfern, die einzelne Beziehungen aufbauen. Aber zudem gehört eben auch eine sehr menschliche Seite. Mut haben zu spüren und berühren.

Ich bin stolz, Teil der freiwilligen Helfer zu sein. Du bekommst oft ein Zeichen, ein Lächeln des Bewohners, eine Berührung. „Durch das körperliche und emotionale Wechselspiel bekommt man hier unglaublich viel zurück.“

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Erich Timischl / Regionaut

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