Krumegger bringt ein Stück Lichtschloss nach Laßnitzhöhe

Oswald Schechtner studierte Technische Mathematik, kam über die Kulturhauptstadt Riga zum Chorsingen, ist Initiator der Konzertreihe  „Musik in Krumegg“, Obmann des Kulturvereins Achteck und Mitorganisator der „Schönen Töne in Laßnitzhöhe“.
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  • Oswald Schechtner studierte Technische Mathematik, kam über die Kulturhauptstadt Riga zum Chorsingen, ist Initiator der Konzertreihe „Musik in Krumegg“, Obmann des Kulturvereins Achteck und Mitorganisator der „Schönen Töne in Laßnitzhöhe“.
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Als Lettlands Hauptstadt Riga 2014 Kulturhauptstadt Europas wurde, beschäftigten sich Oswald Schechtner und der Kulturverein Achteck intensiv mit der 700.000 Einwohner zählenden Stadt. Heute singt der Krumegger im lettischen Chor in Graz und entdeckte über die größte Stadt des Baltikums seine Liebe zum Chorgesang. Mit den „Schönen Tönen in Laßnitzhöhe“ stellt Schechtner vom 19. bis 25. August den Chorgesang in den Mittelpunkt, es wird gemeinsam geprobt und öffentlich gesungen. Mitmachen kann jeder.

„Wir haben im damaligen Kulturhauptstadtjahr Letten kennengelernt, die in unserer Region wohnen“, erinnert sich Schechtner an die erste Begegnung mit Ilze Kroja-Holzer. Die gebürtige Lettin kam 1996 zum Studium der Kirchenmusik nach Graz, unterrichtet seit Jahren an der Musikschule Premstätten Klavier und Orgel und ist Chorleiterin u.a. beim Gesangsverein Unterpremstätten-Zettling. „Durch sie habe ich erfahren, dass Lettland das Land der Chorsänger ist“, sagt Schechtner. „Wir durften am lettischen Liederfest teilnehmen und standen in Riga mit 17.000 Sängern auf der Bühne, die gemeinsam mehrstimmig u.a. die Vertonung des „Vater unser“ sangen. Da bekommt man Gänsehaut, noch dazu vor einem Publikum mit Zehntausenden Zuhörern“.

Alte lettische Volkslieder besingen die bewegte Vergangenheit des Landes, die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit. Thema vieler Lieder ist das „Gaismas Pils“, ein „Lichtschloss“ als Idealvorstellung von einem freien Land. Optisch setzten die Letten dem Lichtschloss 2014 mit dem Bau der Nationalbibliothek ein gigantisches Denkmal, das vom lettischen Architekten Gunārs Birkerts entworfen wurde. Seit 2004 ist Lettland Mitglied der Europäischen Union, Landeswährung ist der Euro.

Der steirische Komponist Franz Zebinger, selbst Achteck-Mitglied, hat alte lettische Gedichte (Dainas) vertont, die Uraufführung findet beim Abschlusskonzert am 24. August um 19:00 Uhr im GPZ (Gemeindepfarrzentrum) Laßnitzhöhe statt. Mit dabei einer der besten Chöre Lettlands. Der Gastchor „Balsis“ gibt zudem am 23. August um 19:00 Uhr im Kursaal ein Konzert und ist auch am 25. August um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche Laßnitzhöhe dabei.

„Chorsingen ist etwas, das Kraft gibt und nicht Kraft kostet“, ist Schechtner überzeugt. Aus dieser Motivation entstanden die „Schönen Töne in Laßnitzhöhe“. Bei der Chorwoche auf hohem Niveau stehen ab 19. August im Hotel Liebmann Atemübung, Stimmbildung und mehrstimmiges Singen am Programm. „Wir wollen die lettische Chorbegeisterung in die Steiermark transportieren“, schmunzelt der 66jährige. Neben traditioneller und neuer Chormusik, Volksliedern und geistlichen Liedern aus der Steiermark wird lettisches Liedgut studiert. Mitmachen kann jeder, der Freude am Chorsingen hat, Sänger mit Erfahrung, aber auch Anfänger. www.achteck.p58.at/schönetöne.

Das Projekt „Europa fühlen - Europäische Kulturhauptstädte zu Gast im Hügelland-Schöcklland" des Kulturvereins Achteck, das 2014 mit Riga begann, geht übrigens heuer mit Plovdiv/Bulgarien und Matera/Italien ins sechste Jahr - am 9. und 10. November in Laßnitzhöhe.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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