Verena spekuliert mit „Plattenvertrag“

Unerfahren, aber selbstbewusst: Sängerin Verena Trink schnuppert die „dicke“ Luft in der Musikbranche.
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  • hochgeladen von Heimo Potzinger

Von der Sporthalle volley ins Tonstudio: Verena Trink heißt unser neuer Star.

Newcomerin Verena Trink aus Bad Gleichenberg singt mit „Do not cry...“ das Schlusslied im Mystery-Thriller „Biest“ vom Feldbacher Filmemacher Oliver Haas. Der Streifen ist im Kasten, das Musikvideo und das Album sind auch fertig. Nun macht sich das Team berechtigte Hoffnungen auf einen Plattenvertrag.

WOCHE: Danke fürs Kommen! Stecken Sie nicht gerade in den Vorbereitungen auf die Matura?
Verena Trink: Na ja, wir haben zwar den frühest möglichen Termin, aber im Stress bin ich noch nicht wirklich.

Wo treten Sie an?
Schriftlich in Deutsch, Mathematik und Englisch. Sportkunde ist Pflichtfach. Mündlich in Deutsch, Sportkunde und Englisch.

Apropos Schule. Wie schaut’s mit den Noten aus?
Im Moment ganz gut. Einzig Französisch hat mir immer ein bisschen Probleme bereitet. Ein Lehrer hat durchklingen lassen, dass ich die letzte Französisch-Schularbeit ganz gut hingekriegt hab. Da war ich dann schon erleichtert.

Was sagen Ihre Kolleginnen im Feldbacher Volleyballteam dazu, dass Sie sich als Sängerin versuchen?
(Lacht) Sie sind begeistert und wollen alle was hören. Ich hab schon ein bisschen was vorgespielt. Das Video darf aber noch keiner sehen. Das ist noch streng geheim.

2008 haben Sie mit dem steirischen U15-Volleyballteam den Österreichischen Jugendmeistertitel geholt. Sind Sie generell sehr ehrgeizig?
Schon, ja. Ich setze mir sehr hohe Ziele, die ich dann auch erreichen möchte.

Oliver Haas hat auch hohe Ziele – mit Ihnen. Er möchte Sie groß rausbringen, sagt er. Was halten Sie von seinen Plänen?
Ich lasse alles auf mich zukommen. Ich hab schon immer gerne gesungen. Sicher würde ein Traum in Erfüllung gehen, aber ich mach mir da jetzt keine großen Hoffnungen. In dem Business hast du’s schwer. Es gibt viele gute Stimmen und ich hab vielleicht auch eine gute. In erster Linie aber bin ich einmal froh über den Kontakt zu Oli und dass ich eine Chance bekommen hab.

Sie sagen, Sie haben schon als Kind gesungen. Waren Sie in einem Chor oder in einer Band?
Gar nichts von beidem. Eigentlich hab ich nur für mich zu Hause gesungen. Meine Eltern haben das sozusagen ertragen müssen. Vor etwa zwei Jahren habe ich bei der goldenen Hochzeit meiner Großeltern gesungen, sonst nie in der Öffentlichkeit. Später hat mich ein Musiklehrer einmal zufällig singen gehört. Der hat gemeint, ich muss da unbedingt was machen. Ich hab mich zu ein paar Auftritten bei Schulveranstaltungen überreden lassen. Das war eine schöne Erfahrung. Also ein bisschen Bühnenerfahrung hab ich ja doch.

Sie haben Ihren Wohnsitz in Bad Gleichenberg, unter der Woche sind Sie im Internat in Graz. Wo sehen Sie zurzeit Ihren Lebensmittelpunkt?
Teils, teils würde ich sagen. Ich fühle mich auch in Graz zuhause. Ich wohne mit einer Klassenkameradin zusammen, die ist echt eine gute Freundin. Aber wirklich daheim und geborgen fühle ich mich schon bei meiner Familie. Es ist eine gute Kombination.

War das Video Ihr erstes Rendezvous mit der Kamera?
Ja. Ich hab halt probiert, professionell zu sein. Es war für mich eine sehr positive Erfahrung. So eine Chance bekommt man nicht alle Tage.

Und wie sind Sie mit sich und dem Ergebnis zufrieden?
Also ich bin mit mir schon sehr zufrieden. Beim ersten Mal Anschauen hab ich ein komisches Gefühl gehabt, weil ich mich selbst noch nie so gesehen hab. Aber das Video ist sehr gut geworden.

Sie stehen vor einer großen Entscheidung – und zwar, wohin Sie sich nach der Matura orientieren möchten. Schon konkrete Vorstellungen?
Ich bin total unentschieden und noch für alles offen – fürs Studieren, für den direkten Einstig in einen Beruf....

Auch fürs Singen?
Ja, auch. Aber ich weiß eben noch nicht, wo ich stehe.

Ein Musikstudium kommt gar nicht in Frage?
Na ja, ich mach das ganz gerne als Hobby, aber Musik zu studieren und später anderen das Singen beibringen, das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist auch im Volleyball so. Ich spiele gerne, aber ich könnte nie und nimmer Trainer oder Turnlehrer sein. Dazu hätte ich wahrscheinlich auch die Geduld nicht.

Was die Musik betrifft, wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Haben Sie da schon Bilder im Kopf?
Die Frage zu beantworten ist schwer, weil ich keine Erwartungen hab.

Aber man hat vielleicht Träume...
Ja, also ich träume schon oft davon, dass ich mal vor einem großen Publikum singe.

Haben Sie Vorbilder?
Nicht wirklich. Aber mir gefallen Beyoncé und die Musik von Whitney Houston.

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