Bauer aus Leidenschaft

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Erwartungsvoll schauen Mexi, Gusti und ihre Kolleginnen auf Franz Erber. Es ist Futterzeit. Mit der Heugabel bringt der Dobler Milchbauer das Abendessen für seine Tiere.

Die Kühe im Stall mussten ein bisschen warten. Der Bauer schaut noch schnell bei Melly vorbei. Sie wird bald kalben, gut möglich, dass es in dieser Nacht schon so weit sein wird. 287 Tage dauert die Trächtigkeit. Wenn’s Kälbchen kommt, will Erber dabei sein. Haben beide Glück, dann dauert die Geburt eine halbe Stunde. Es kann sich aber auch eine Nacht lang hinziehen, bis Melly ihr Junges abschlecken kann.

Vor vier Jahren hat Franz Erber den elterlichen Hof übernommen. Die Entscheidung fiel schon zehn Jahre zuvor. Da wurde ein neuer Stall gebaut, sowas tu man sich nur an, wenn der Betrieb in der Familie weitergeht. Franz besuchte die landwirtschaftliche Fachschule und schloss auch gleich eine Lehre zum Maschinenbautechniker an. „Ich kann alles reparieren, nicht nur den Traktor“, sagt der junge Bauer. Wenn er nicht gerade im Stall oder bei Holzarbeiten im Wald ist, dann geht bei ihm der Erfindungsgeist des Technikers durch. Die 600 Quadratmeter große Maschinenhalle wurde in Eigenregie aufgestellt. Dort entsteht auch eine neue Entwicklung, die ihm das Zusammenrechen von Heu maschinell erleichtern soll.

Der Wecker geht um 5:30 Uhr ab, eine viertel Stunde später ist Franz im Stall. 20 Fleckviehkühe warten darauf, gemolken zu werden. So rund 7.000 Liter Milch kommen durchschnittlich pro Jahr von einer Kuh, erklärt der Bauer. Seine Kühe sind bereits satt, wenn’s für ihn um 7:00 Uhr Frühstück gibt. Gemolken wird am Abend nochmals, an sieben Tagen die Woche. Auf seinem Bauernhof kommt nichts von der Stange. Wie schon zu Urgroßelterns Zeiten weiden die Kühe hinter dem Haus, wird das Winterfutter und Getreide selbst angebaut. Roggen und Weizen werden am Hof gemahlen, und Mutter Elisabeth bäckt alle zehn Tage den Brotbedarf selbst.

Im kleinen Hofladen in Dobl, Petzendorf Nr. 8, wird Topfen, Joghurt und ein milder Käse verkauft. Produziert am Hof in kleinen überschaubaren Mengen. Frisch, handgefertigt und frei von jeglichen Transportwegen. Milch, Honig, Nudeln, Most und so mancher Selbstgebrannter aus der Region warten freitags und am Samstagvormittag auf Käufer.

Franz hat sich inzwischen umgezogen. Für den Trompeter bei der Dobler Trachtenkapelle ist heute Probe angesagt. Der 27jährige ist zudem ein begeisterter Ballgeher. Die rechte Bäuerin ist noch nicht gefunden, aber auch da ist der Landwirt am guten Weg

Kennt seine Tiere beim Namen: Landwirt Franz Erber aus Petzendorf


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