Gössendorf
Mit dem Rad bis an die Ostsee
- Die Grambacher Sepp Jammernegg (69, r.) und Helmut Fürpaß (67) am Ziel. Nach 1.400 Kilometern am Rad erreichten sie die Ostseeinsel Rügen.
- Foto: kk
- hochgeladen von Hannes Machinger
Von Gössendorf über Prag und Berlin bis nach Rügen. Zwei fitte Grambacher radelten stolze 1.400 Kilometer.
Als mehr als rüstig darf man die beiden Pensionisten Sepp Jammernegg und Helmut Fürpaß, daheim in Grambach, bezeichnen. Sepp ist 69, Heli 67. Zusammen treten sie auch beim Radclub Hausmannstätten kräftig in die Pedale.
“Ohne Saft keine Kraft“
Dort wird jeden Donnerstag mit einem Dutzend ambitionierter RC-Radler ein Ausflug gestartet, eine flotte Runde über bis zu 100 Kilometer, freilich mit kulinarischen Pausen. Sepp: “Ohne Saft keine Kraft!“ Ein Spaß, aber dennoch wollte Jammernegg einmal weiter hinaus. So entstand die Idee, mit dem E-Bike nach Berlin zu fahren. “Das sind knapp 1.000 Kilometer, heim fahren wir mit dem Zug“, so Reiseplaner und Navigator Sepp. Mit Heli Fürpaß fand er einen idealen Begleiter aus dem Club, und so machte sich das fitte Duo auf nach Norden.
Vom Hanslwirt an die Ostsee
Start war beim ehemaligen Hanslwirt in Dörfla, erster Halt am Präbichl. Weiter ging die Reise über Freistadt in Oberösterreich nach Budweis, wo der Elektrolythaushalt wieder auf Vordermann gebracht wurde. “Ja, und dann standen Prag und Dresden auf unserem Tourplan“, berichtet Heli. Danach noch das Etappenziel Lübbenau im Spreewald, ehe die beiden Grambacher nach zehn Tagen und etwa 1.000 Kilometern ihre Bikes stolz vor dem Brandenburger Tor in Berlin abstellten, um ein “Beweisfoto“ zu schießen.
Tour verlängert an die Ostsee
Weil alles reibungslos gelaufen ist, das Wetter mitspielte und nur drei Patschen bremsten, hatte das Radler-Duo in Berlin noch nicht genug und verlängerte die Tour kurzerhand bis an die Ostsee. Schnurstracks geradeaus nach Norden fuhren sie auf die Ostseeinsel Rügen und dann bis zur Hansestadt Stralsund.
“Das war nach 15 Tagen und 1.400 Kilometern auch unser Tourende, heim ging es wie geplant mit dem Zug. Es war ein tolles Erlebnis. Wir haben viele positive Erinnerungen mitnehmen können, die wir erst verarbeiten müssen“, blicken Sepp und Heli auf eine aufregende Reise zurück.
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