Feuer frei mit ruhiger Hand und klarem Blick

Der Kalsdorfer Andreas Wondrak ist Sportschütze. Bei den heurigen Meisterschaften erzielte er in der Teamwertung den dritten Platz. Als sportlicher Ausbilder gibt er sein Wissen an Jungschützen weiter, als Kampfrichter hört alles auf sein Kommando.
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  • Der Kalsdorfer Andreas Wondrak ist Sportschütze. Bei den heurigen Meisterschaften erzielte er in der Teamwertung den dritten Platz. Als sportlicher Ausbilder gibt er sein Wissen an Jungschützen weiter, als Kampfrichter hört alles auf sein Kommando.
  • hochgeladen von Edith Ertl

Eine ruhige Hand, ein treffsicherer Blick und die Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen sind Voraussetzungen für einen Sport, der allergrößte Konzentration verlangt. Andreas Wondrak ist Sportschütze, der bei seinem Hobby trotz der Anspannung so richtig abschalten kann. Im Trainingskeller seines Vereins findet der Kalsdorfer den Ausgleich zum verantwortungsvollen Beruf als Filialleiter des SPAR-Marktes seiner Heimatgemeinde.

Nach dem Militärdienst trainierte Wondrak beim Heeressportverein und wechselte nach der Schließung von Thalerhof zum Puntigamer Sportschützenverein. „Wie in jeder Sportart, wenn man etwas erreichen will, dann muss man hart dafür trainieren“, sagt Wondrak. Im Team erzielte er bei der heurigen Landesmeisterschaft Bronze. Der Sportschütze trainiert in den Disziplinen Präzision und IPSC (International Practical Shooting Confederation). „IPSC macht den Sport dynamischer. Neben Genauigkeit und mentaler Stärke ist hier auch körperliche Fitness gefragt, denn der Schütze absolviert dabei einen Parcours, bei dem es auch um die Geschwindigkeit geht. Das Ergebnis wird aus Treffer und Zeit errechnet“, erklärt Wondrak. IPSC ist ein sicherheitsbetonter Hochleistungssport, bei dem auf Scheiben geschossen wird, die auch in Bewegung sein können. Treffer in unterschiedlichen Zonen bringen verschieden hohe Punkte.

Andreas Wondrak ist zudem Kampfrichter bei Bewerben. Wenn sein „Waffe laden und bereithalten“ ertönt, dann liegt höchste Konzentration in der Luft. Ein Herumfuchteln mit der Waffe gibt es nicht. Erst bei „Feuer frei“ wird geschossen. „Sicherheit ist bei uns oberstes Gebot, zudem besteht Gehörschutz und Brillenpflicht für alle Schützen und auch für die Zuschauer“. Nach dem Schuss wird die Waffe offen abgelegt, der Kampfrichter kontrolliert, ob sich darin keine Patrone mehr befindet, erst dann erfolgt die Trefferaufnahme.

„Ich schätze die Kollegialität im Verein und die Gespräche mit Menschen, die das gleiche Hobby haben. Bei uns ist jeder per Du, und das Schöne ist, es ist ein Sport für alle Generationen, unser jüngstes Mitglied ist 19, der älteste über 80, wir verstehen uns prima“, sagt Wondrak. Wer als Mitglied aufgenommen wird, entscheidet das Team. Man kommt fünf Mal als Gastschütze und geht mit einem Übungsleiter die Einheiten durch. „Wir sehen dann, ob er oder sie in unseren Verein passt oder nicht“. Als elitärer Club will der Verein nicht gesehen werden, die 123 Mitglieder kommen aus allen Berufsgruppen, mit der Auslese will man die Spreu von sportlich Interessierten trennen. Den Jungschützen, die von Wondrak ausgebildet werden, stehen auch Vereinswaffen zur Verfügung. www.pssv.at.

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