Tag der Batterie am 18.2.
Mit deutschem Software-Partner rettet Saubermacher E-Bike-Akkus
- Geben E-Bike-Akkus eine zweite Chance: Saubermacher-Gründer Hans Roth, Liofit-CEO Rico Günther und Thomas Haid, VP Batteries Saubermacher (v.l.)
- Foto: Saubermacher/Scheriau
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Mit dem deutschen Partner Liofit GmbH möchte das Recycling-Unternehmen Saubermacher in Zukunft ausrangierten E-Bike-Akkus ein zweites Leben schenken. Nach einem Scan mittels App erkennt die KI-gestützte Diagnose-Software von Liofit, ob ein Akku repariert oder als Ersatzteilquelle genutzt werden kann.
PREMSTÄTTEN. Es ist ein Zukunftsmarkt, der von den beiden Unternehmen Saubermacher und Liofit nachhaltig bespielt wird. Über eine Million E-Bikes sind zuletzt auf Österreichs Straßen unterwegs gewesen. Und irgendwann einmal gehen die dort eingebauten Lithium-Ionen-Akkus dem Laufzeitende entgegen bzw. weisen andere Schäden auf. Genau dann setzen die beiden Unternehmen an. Die Akkus müssen laut einer EU-Batterieverordnung ab dem Jahr 2027 auch austauschbar sein.
- Nach einem Scan mittels App erkennt die KI-gestützte Diagnose-Software von Liofit, ob ein Akku repariert oder als Ersatzteilquelle genutzt werden kann.
- Foto: Saubermacher/Scheriau
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Lange Funktionsfähigkeit
Die beiden Partner arbeiten am Saubermacher Standort in Premstätten daran, E-Bike-Akkus möglichst lange funktionsfähig und im Kreislauf zu halten. Dabei steht der Know-how-Transfer an erster Stelle. Künftig sollen ausrangierte Batterien, ohne sie zu öffnen, qualitativ bewertet und vorsortiert werden können: Dank Software bzw. App von Liofit. Diese liest mittels Handy-Scan das Etikett des Akkus aus und gleicht sie im Hintergrund automatisiert mit einer Akku-Datenbank ab, die rund 1.000 verschiedene Modelle umfasst. Gibt die App „grünes Licht“, eignet sich der Akku für eine mögliche Reparatur oder zur Entnahme von Ersatzteilen.
- Nach der Analyse durch das Software-Tool von Liofit können bei Saubermacher die dementsprechenden Schritte für Reuse oder Recycling gesetzt werden.
- Foto: Saubermacher/Scheriau
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Jeder Akku wird individuell geprüft
"Zahlreiche E-Bike-Akkus verdienen eine zweite Chance, landen aber vorzeitig auf dem Wertstoffhof. Hier setzt die Zusammenarbeit mit Saubermacher an. Wir vereinen unser Know-how aus Reparatur- und Entwicklungsarbeit mit der Recyclingpraxis von Saubermacher. So können Batterien schneller bewertet und sinnvoll weiterverwendet werden. Das spart Zeit, Ressourcen und Geld", erklärt Liofit-CEO Rico Günther. Jeder Akku ist anders und muss individuell geprüft und ausgebaut werden. Dazu liefert die Datenbank praxisnahe Videoanleitungen und Schulungen. Zudem gibt sie klare Kriterien für die Ersatzteilgewinnung und Anleitungen zu einer möglichen Reparatur vor. Erst wenn eine Wiederverwertung des gesamten Akkus oder von Einzelteilen nicht mehr möglich ist, gibt die App „rotes Licht“ und der Akku wandert direkt in das Recycling.
- Auch die richtige Entsorgung von Batterien findet am Saubermacher-Standort in Premstätten statt.
- Foto: Saubermacher/Scheriau
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Rund 60 Prozent Wiederverwendung
Und der Gedanke dahinter scheint sich auszuzahlen. Der Vergleich zwischen Reparatur und Neukauf eines 500-Wh-E-Bike-Akkus zeigt laut dem deutschen Umweltbundesamt, dass durch den Entfall der energie- und materialintensiven Neuproduktion rund 16 bis 30 Kilogramm CO₂-Äquivalente eingespart werden können. Auch wirtschaftlich ist der Ansatz relevant: Ein neuer Qualitätsakku kann mehr als 1.000 Euro kosten. Eine Reparatur ist deutlich günstiger. Wird etwa das Zellpaket, das Herz der Batterie, getauscht, fallen maximal 500 Euro an. "Die Zusammenarbeit mit Liofit als europäischem Marktführer ermöglicht es, datenbasierte Entscheidungen hinsichtlich Reuse oder Recycling zu treffen, gezielt Reparaturkompetenz aufzubauen und Materialien länger im Kreislauf zu halten", so Thomas Haid, VP Batteries Saubermacher.
- Einige der insgesamt 100 Mitarbeitenden am Saubermacher-Standort in Premstätten mit Firmengründer Hans Roth.
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Kosten sparen, statt gleich neu zu kaufen
Viele Fehler können laut den Verantwortlichen gar bereits unter 200 Euro Kostenaufwand behoben werden. Durch eine Reparatur kann die Lebensdauer des Akkus verdoppelt werden. Im Rahmen der Initiative wurden am Saubermacher Standort Premstätten bereits 4.000 E-Bike-Akkus gesichtet. Davon können laut Diagnose rund 60 Prozent einer potenziellen Wiederverwendung zugeführt oder alternativ als Ersatzteilquelle genutzt werden. "Reuse-Projekte tragen einen wesentlichen Teil zur Vision Zero Waste bei. Gleichzeitig leisten wir mit unserer gemeinsamen Initiative mit Liofit einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität und unterstützen die zunehmende Bedeutung des Radfahrens im Alltag", betont Saubermacher-Gründer Hans Roth.
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