17.03.2017, 05:00 Uhr

Der Wald – ein unverzichtbarer Lebensraum

Die Wälder von Graz-Umgebung sind ideales Ausflugsziel und perfekte Erholungszone in einem. (Foto: Österreich Werbung)

Zum Tag des Waldes hat sich die WOCHE auf einen Spaziergang durch die Wälder im Bezirk begeben.

Der Energieträger Holz ist einer der wichtigsten Rohstoffe unseres Planeten. Doch bevor das Holz geerntet werden kann, muss es jahrzehntelang in den Wäldern wachsen und schafft damit schon vor der eigentlichen Nutzung Arbeitsplätze, Schutz- und Erholungszonen und vor allem Lebensräume.

GU ist der Waldbezirk

Rund 56 Prozent der Fläche des Bezirks Graz-Umgebung sind bewaldet, wobei die Fichte, gefolgt von der Buche, die mit Abstand häufigste Baumart darstellt. "Unser Bezirk befindet sich im Wuchsgebiet 'Sommerwarmer Osten'. In diesem Wuchsgebiet kommen prinzipiell alle im Forstgesetz genannten Baumarten vor", erklärt Klaus Gundl, Leiter der Bezirksforstinspektion die Artenvielfalt der Region. "Es kommt zwar darauf an, wie man Monokulturen beziehungsweise Mischwälder definiert, aber grundsätzlich haben wir gut durchmischte Wälder", merkt er an.

Heimat vieler Lebewesen

Beim Spaziergang durch die Wälder des Bezirks kann man den unterschiedlichsten Waldbewohnern begegnen. Unzählige Kleintiere und Vogelarten finden im Ökosystem Wald genauso einen Lebensraum wie größere Wildtierarten. Rehe, Füchse, Hasen und Fasane kommen im ganzen Bezirk vor. In einigen Revieren, beispielsweise am Schöckl oder in der Nähe von Steinbrüchen, haben sich sogar kleine Gamspopulationen angesiedelt. Auch das Wildschwein ist immer häufiger anzutreffen.
Forstwirtschaft und Jagd sind eng miteinander verbunden. Ein zu hoher Rehbestand kann etwa zu großen Schäden an jungen Bäumen führen, da die Leittriebe oft verbissen werden. Aktuell ist für Gundl jedoch der Borkenkäfer die größte Herausforderung in den heimischen Forsten: "Das immer wärmer werdende Klima, aber auch unsaubere Waldbewirtschaftung fördern die Vermehrung der Borkenkäfer. Der Wert des Holzes wird durch den Schädling massiv verringert."

Funktionen des Waldes

Die vielleicht augenscheinlichste Funktion des Waldes ist die Bereitstellung des Rohstoffes Holz. Dem Wald werden aber drei weitere grundlegende Wirkungen zugeschrieben: die Schutz-, Wohlfahrts-, und Erholungswirkung. Waldbestände schützen etwa vor Hangrutschungen oder Muren und erhalten durch starke Verminderung von Erosion unsere Böden. Der Wald wirkt auch auf das Klima. Überlebenswichtiger Sauerstoff wird produziert, Schadstoffe werden aus der Luft und aus dem Wasser gefiltert. In hektischen Zeiten wie diesen wird jedoch die Erholungsfunktion des Waldes immer wichtiger. Eine kurze Wanderung durch einen der letzten naturnahen Lebensräume kann für stressgeplagte Menschen Wunder wirken. Gerade in unserem industriereichen und großstadtnahen Bezirk kommt dem Wald auch auf diese Weise eine große Bedeutung zu.


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