30.09.2014, 08:53 Uhr

Der Nebenerwerb als Landwirt ist bedroht

Walter Rauch und Leonhard Meister (v.l.) springen für die Bauern in die Bresche.

Walter Rauch trägt die Bauern-Debatte dort hin, wo sie hingehört: ins Parlament.

Mit zwei Entschließungsanträgen im Parlament will FPÖ-Nationalratsabgeordneter Walter Rauch eine Lanze für Nebenerwerbslandwirte brechen, was den Bezug von Arbeitslosengeld betrifft. Adressiert sind die Anträge an Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter.
Neuerdings fällt man um die Arbeitslose um, wenn man nebenher bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) pensionsversichert ist. Da man zur Pensionsversicherung ab einem Einheitswert von 1.500 Euro – das entspricht einem monatlichen Einkommen von nicht einmal 50 Euro – verpflichtet ist, bedeute die neue Praxis im AMS eine dramatische Verschlechterung für die Betroffenen (die WOCHE hat berichtet).
Vor allem in der ländlichen Region stelle die neue Gangart eine Existenzbedrohung im Falle von Nebenerwerb da, begründet Walter Rauch seine jüngste Initiative im Nationalrat. Gemeinsam mit Leonhard Meister, Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft, verlangt er Lösungen für die Probleme in der Pensionsfrage und auch in der Förderlandschaft.
Was die Arbeitslose betrifft, fordert Rauch die Bundesregierung sinngemäß auf, das Arbeitslosengeld für Nebenerwerbsbauern zu gewährleisten. Die Einheitswertgrenze solle angehoben werden. Geht es nach Rauch, müsste ein Anspruch auf Arbeitslose umgerechnet bis zu einem Netto-Einkommen von 1.500 Euro bestehen.
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