08.03.2017, 04:30 Uhr

SFG: Investition hat sich gelohnt

Einfach näher dran: Mario Martinz vom Stattegger Unternehmer 'MU-Bau OG' bietet Dienstleistungen vor Ort an. (Foto: KK)

Vom Bäcker zum Elektrohandel: SFG fördert steirische Kleinbetriebe bei Marketing- und Ausbaumaßnahmen.

Die Semmel am Frühstückstisch, das Auto, das uns in die Arbeit bringt, und die neue Frisur, für die es – hoffentlich – Komplimente gibt. Nummer eins sollte schmecken, Nummer zwei sollte funktionieren und Nummer drei sollte sitzen. Richtig darauf aufmerksam werden wir erst, wenn einmal etwas nicht mehr passt. Und dann sind wir froh, dass sie da sind: die Nahversorger – der Bäcker ums Eck, die Kfz-Werkstatt ein paar Straßen weiter und der Frisör gleich nebenan.
In Zeiten von boomenden, dafür aber anonymen, Online-Versandhändlern haben es die Nahversorger nicht immer leicht. Denn große internationale Konzerne liefern Waren rasch und bequem ins Haus – und das zu Preisen, mit denen regionale Kleinanbieter nur schwer mithalten können. Eine Entwicklung, der die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) mit einer Reihe von Fördermöglichkeiten entgegenwirken will. Eine davon ist die Förderungsschiene "Lebens!Nah", die sich an Klein- und Kleinstbetriebe richtet.

Tausend Förderungen

Über tausend steirische Betriebe wurden im Vorjahr im Rahmen von "Lebens!Nah" unterstützt. Die Palette reicht vom Fleischer über den Elektrohändler bis hin zum Kosmetikstudio. Eine der Vorgaben ist, dass der Betrieb nicht mehr als 50 Mitarbeiter (als Kleinbetrieb) beziehungsweise nicht mehr als zehn Vollzeitmitarbeiter (als Kleinstbetrieb) hat.
„Lebens!Nah“ fördert Investitionen in neue Maschinen oder den Umbau des Geschäftslokals mit bis zu zehn Prozent der Projektkosten, die Planung und Erstellung eines neuen Webauftritts sogar mit bis zu 50 Prozent. Ausbauen lohnt sich also.

Neue Maschine

Auch für Mario Martinz und Stefan Unterreiner von der Firma 'MU-Bau OG' aus Stattegg. "Wir sind als regionales Unternehmen tätig, weil wir uns auf Klein- und Tagesbaustellen spezialisiert haben. Da macht es wenig Sinn, Aufträge, die weit entfernt sind, anzunehmen", sagt Martinz. Die Kunden des Unternehmens sind vorwiegend Privatpersonen, in kleinem Ausmaß auch Gemeinden und Bauträger. Mit der Förderung war es möglich, eine neue Maschine zu kaufen. "Die Förderung für den Ankauf hilft uns, gegenüber der Konkurrenz aus dem Osten, aber auch der großen etablierten Bauunternehmen konkurrenzfähig zu sein und zu bleiben", ergänzt der Unternehmer. Als Betrieb ums Eck steht der direkte Kontakt mit den Kunden an erster Stelle. "Sie schätzen die persönliche Ansprache und die konkurrenzfähigen Preise. Insofern profitieren sie natürlich auch von der Förderung."
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