Kommentar
Verschubbahnhof bleibt – Bürgerbeteiligung ad absurum geführt
- Bei der jüngsten Volksbefragung sprachen sich 78 Prozent der Urnengänger für eine Verlegung des Bahnhofs aus. Passieren wird sie trotzdem nicht.
- Foto: Foto Jörgler
- hochgeladen von Lisa Ganglbaur
Zwischen 40.000 und 45.000 Euro Steuergeld hat die jüngste Volksbefragung über eine etwaige Verlegung des Göstinger Verschubbahnhofs gekostet. Wobei im Grunde von vornherein klar war, dass es eine solche nicht geben wird. Warum dann das Ganze? Der Verfasser dieser Zeilen hat keine logische Antwort.
GRAZ/GÖSTING. Seitens der ÖBB hat man stets betont, dass am Standort des Verschubbahnhofs nicht gerüttelt wird. Nun sieht man sich auch nach einem abgeschlossenen Zivilprozess bestätigt. Dabei kam ein Gutachten zum Schluss, dass die vormalige Lärmbelastung deutlich verringert wurde.
Absurd ist jedenfalls der Umstand, dass zwischen der kostspieligen Volksbefragung und dem Prozessende nicht einmal zwei Wochen liegen – man sich mit etwas Geduld also einiges sparen hätte können. Das dürften auch die Wahlberechtigten des Bezirks gespürt haben, von denen lediglich 11 Prozent zur Urne geschritten sind.
Da ändert auch die herausgekommene Mehrheit von über drei Vierteln für eine Verlegung des Bahnhofs nichts. Bleibt die Frage, was man sich seitens der Stadtpolitik dabei gedacht hat. Eine derartige "Bürgerbeteiligung" ist nicht einmal populistisch, sondern grundlegend entbehrenswert, aber zumindest ist uns eine Machbarkeitsstudie erspart geblieben.
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