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Viel zu erzählen hat die Grazer Geschichte auch abseits bekannter Orte. Diesen Anekdoten und Besonderheiten forscht Heinrich Klingenberg mit dem Projekt "Biographie (m)einer Straße" nach.
Mit dem Projekt "Biographie (m)einer Straße holt Heinrich Klingenberg die Geschichten des unmittelbaren Lebensumfeldes der Grazerinnen und Grazer vor den Vorhang. Der Schwerpunkt liegt auf 13 Straßen und besonderen Orten.
GRAZ. Was wissen die Menschen eigentlich über ihren unmittelbaren Wohnort oder viel mehr, was wissen sie nicht? Dieser Frage geht Heinrich Klingenberg mit seinem intergenerationellen Mitmachprojekt "Biographie (m)einer Straße" in Kooperation mit der Urania nach. Vor etwas mehr als einem Jahr machte sich Klingenberg auf die Suche nach engagierten Personen, die mehr über ihre Nachbarschaft wissen oder in Erfahrung bringen wollen. Dabei soll neben der Vergangenheit auch in die Zukunft geschaut werden.
Heinrich Klingenberg sammelte in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort die Geschichten ihrer Wohnorte.
"Diese Herangehensweise ist einzigartig. Ich habe noch keine Studie gefunden, die sowohl Rückschau ist, als auch den Blick auf die Zukunft eines Ortes lenkt und wo die dort lebenden Menschen so eng in das Projekt eingebunden sind." Heinrich Klingenberg
Eine Straße - viele Gesichter: In der Theodor Storm-Straße hat die Nummerierung bei jedem Straßenschild einen anderen Schrifttyp.
Klingenberg selbst studierte Archäologie und Alte Geschichte und war lange Zeit für das Land Steiermark in der Kultur- und Wissenschaftsabteilung tätig. Auch privat und nunmehr im Ruhestand hat ihn das Thema Geschichte nicht losgelassen. Umso begeisterter ist er, dass sich gleich 13 verschiedene Orte gefunden haben, deren Geschichten nun erzählt werden. Diese reichen vom Schloss Messendorf, über die Gartenstadt St. Peter bis zur Hüttenbrennergasse bis zur Humboldtstraße. Abschließen möchte Klingenberg die Recherchen mit einer Ausstellung im Graz Museum und einer Publikation. Die Zeichen hierfür stehen gut.
Anekdoten und Besonderheiten
Von ersten Anekdoten und Besonderheiten kann Klingenberg schon berichten.So weisen die Zahlen sämtlicher Hausschilder in der Theodor-Storm-Straße eine andere Schriftweise auf, wie ein Anwohner fotografisch dokumentiert. In und um das Schloss Messendorf widmet man sich unterdessen der Gedenkkultur (MeinBezirk.at berichtete).
Umtriebig ist man mit den Recherchen in Geidorf. Hier findet aktuell bis Ende Jänner eine Pop-Up-Ausstellung zu den Geschichten rund um die Humboldtstraße in der Postfiliale in der Humboldstraße 33 statt. Unter anderem wird hier von der ersten Lawn-Tennis-Gesellschaft, die hier gegründet wurde, berichtet. Auch eine der ersten Grazer Zentralheizungen wurde in einem der Gebäude der Humboldtstraße installiert.
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