Grazer Feuerwehr musste 5.367 Mal ausrücken
- Auch die Tierrettung ist Aufgabe der Berufsfeuerwehr Graz – 738 Mal mussten die "Florianis" 2015 dafür ausrücken.
- Foto: BF Graz
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Die Berufsfeuerwehr Graz zog eine stolze Bilanz unter dem Jahr 2015 – insgesamt wurden 496 Personen und Sachwerte in der Höhe von über 5 Millionen Euro gerettet.
Alle Jahre wieder zieht die Feuerwehr Graz Bilanz – und jedes Mal gilt’s da den Kameraden der Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt tiefen Respekt zu zollen. Insgesamt mussten die 221 Mann im Jahr 2015 stolze 5.367 Mal ausrücken – 496 Personen und Sachwerte in der Höhe von 5.275.000 Euro wurden dabei gerettet.
"Insgesamt ist die Zahl unserer Einsätze leicht zurückgegangen. Im Jahr 2014 waren es noch 5.506, 2013 sogar 5.902 Einsätze. Das ist für uns ein deutliches Signal dafür, dass unsere gemeinsam mit der Stadt und dem Land durchgeführten Präventionsmaßnahmen Wirkung zeigen – wie etwa beim Hochwassserschutz", führt Klaus Baumgartner, Abteilungsvorstand der Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr der Stadt Graz, aus. Prävention ist auch das Stichwort für Bürgermeister Siegfried Nagl. "Der vorbeugende Brandschutz ist zumindest genauso wichtig wie die akuten Einsätze der Feuerwehr."
Neues Brandmeldezentrum
Um aus der ohnehin schon "sehr guten Feuerwehr" (Definition Baumgartner) eine noch bessere zu machen, wird 2016 ordentlich investiert: "Die Brandmeldezentrale, so etwas wie das Herzstück der Feuerwehr und das Bindeglied zur Bevölkerung wird endlich auf den neuesten Stand der Technik gebracht und vollständig renoviert – wir sind sehr froh, dass der dafür benötigte Gemeinderats- und Stadtsenatsbeschluss bereits gefällt worden ist", ist Baumgartner stolz. Außerdem wird heuer ein schweres Rüstfahrzeug (SRFA) im Wert von 550.000 Euro an die Berufsfeuerwehr Graz übergeben.
Aber auch ins Personal wird investiert: "Wir werden eine neue Offiziersstruktur schaffen", erklärt Branddirektor Johann Kirnich "und dafür werden vier neue Offiziersposten geschaffen – mit dieser zweiten Kommandostruktur wird ab Mai auch die Wache Süd in der Alten Poststraße adäquat besetzt sein." Lobend erwähnt Kirchnich auch die gute Zusammenarbeit mit insgesamt 24 Betriebsfeuerwehren (mit 1.200 Feuerwehrleuten) und der Freiwilligen Feuerwehr Graz – "und diese Kooperation wollen und werden wir weiter intensivieren."
Frauen fallen durch
Übrigens, noch immer ist die Berufsfeuerwehr Graz eine echte Männerbastion, steht keine einzige Frau im Dienst. "Für die Berufsfeuerwehr gelten in ganz Österreich die gleichen Aufnahmekriterien und ist für Frauen und Männer der gleiche Aufnahmetest zu absolvieren", erklärt Heimo Krajnz, stellvertretender Branddirektor. "Und zwei Frauen sind da schon beim schriftlichen Teil gescheitert, drei sind beim körperlichen Test durchgefallen." Von 220 männlichen Bewerben wurden zuletzt auch nur 14 aufgenommen.
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