Graz-Jakomini
Bürgermeisterin Elke Kahr zeigt Bordell-Plakat an
- Umstrittenes Plakat in Graz-Jakomini: Elke Kahr erstattete nun Anzeige.
- Foto: Stadt Graz/Foto Fischer
- hochgeladen von Christoph Lamprecht
Das Plakat eines Bordells am Grazer Schönaugürtel sorgt seit Kurzem mitunter für Unruhe im Rathaus (MeinBezirk.at berichtete). Nun hat Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) selbst Anzeige erstattet.
GRAZ/JAKOMINI. "Bezugnehmend auf die Plakatwerbung eines einschlägig bekannten Bordellbetreibers am Schönaugürtel hat Bürgermeisterin und Frauenstadträtin Elke Kahr jetzt beschlossen zu handeln", heißt es am Montag in der offiziellen Aussendung des städtischen Referats für Frauen und Gleichstellung. Inhaltlich äußerte sich Kahr – anders als ihre Mitarbeiterin noch am Donnerstag (siehe Beitrag unten) – nicht zu dem umstrittenen Plakat mit dem Text "Wir stellen ein!!! 'Mädchentester' jetzt bewerben".
Anzeige aufgrund Landesgesetz
"Wir haben in der Steiermark ja dankenswerterweise ein Gesetz, das Werbung für Bordelle verbietet", wird die Bürgermeisterin in der aktuellen Aussendung zitiert. Daher habe sie den Sachverhalt bei der Landespolizeidirektion zur Anzeige gebracht und hoffe, "dass hier rasch und wirkungsvoll gehandelt wird".
- Dieses Plakat am Schönaugürtel beschäftigt derzeit mitunter den Frauenrat der Stadt Graz.
- Foto: RegionalMedien Steiermark
- hochgeladen von MeinBezirk Steiermark
Hintergrund: Laut Steiermärkischen Prostitutionsgesetz (§ 3 Abs. 4 Z 3) ist "jegliche Art der Werbung für Bordelle und bordellähnliche Einrichtungen auf Plakatflächen, in Radio und Fernsehen sowie im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung von Lichtspielen" verboten. Bei Zuwiderhandeln droht eine Strafe von bis zu 7.267 Euro.
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