Grundwehrdienst statt Aufstiegskampf
GAK verliert zwei Leistungsträger
- Gegen Kapfenberg war Thomas Schiestl mit zwei Treffern noch der Matchwinter, jetzt musste er zum Bundesheer und wird, wie Teamkollege Paolo Jager, im Frühjahr zeitweise fehlen.
- Foto: GEPA
- hochgeladen von Markus Kropac
Paolo Jager und Thomas Schiestl spielten im Herbst gemeinsam über 1.000 Minuten für den GAK, einen Tag vor Trainingsstart für die Frühjahrssaison mussten sie zum Bundesheer einrücken, wie und ob sie im Frühjahr verfügbar sind, ist damit ungewiss.
GRAZ. Heute startet der GAK in die Vorbereitung für die Frühjahrssaison. Die "Roten" kommen mit acht Punkten Vorsprung auf die SV Ried aus der Winterpause, müssen im Frühjahr aber auf zwei Leistungsträger des Herbst verzichten, zeitweise zumindest. Denn einen Tag vor Trainingsbeginn mussten Paolo Jager (20 Jahre) und Thomas Schiestl (21 Jahre) zum Bundesheer einrücken, als Heeressportler zählen sie nicht. Sportdirektor Dieter Elsneg:" Wir wissen jetzt noch nicht, wie oft sie fürs Training verfügbar sein werden, das ist im Vorfeld immer ungewiss."
- Thomas Schiestl war gegen Ende der Rückrunde meist "gesetzt." Ob und wie er im Frühjahr verfügbar sein wird, ist ungewiss.
- Foto: GEPA
- hochgeladen von Markus Kropac
Kein Platz beim Heeressport
Vom Timing ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für den GAK, haben die beiden im Herbst gemeinsam über 1.000 Minuten gespielt. Schiestl war in 12 von 15 Partien involviert und erzielte dabei drei Tore, unter anderem einen Doppelpack gegen den KSV im letzten Spiel vor der Winterpause. Jager kam zehn mal zum Einsatz und bereitete dabei einen GAK-Treffer vor.
- Auch Paolo Jager wurde vor dem Saisonfinale einberufen.
- Foto: GEPA
- hochgeladen von Markus Kropac
Pro Jahr werden acht bis maximal zwölf Kicker als Bundesheer-Leistungssportler aufgenommen, für das GAK-Duo war hier kein Platz. Um darauf Anspruch zu haben, müssen die Kicker in der obersten Spielklasse spielen und Teil einer Nationalauswahl sein (U17, U18, U19 etc.) Elsneg nimmt den Umstand pragmatisch: "Da geht es allen Vereinen gleich." Die Entscheidung, wann junge Spieler ihren Wehrdienst ableisten ist dabei keine leichte, bei Thomas Schiestl habe man den Einrückungszeitpunkt bereits zwei Mal verschoben.
Erster Neuzugang
Am Sonntag, fast zeitgleich mit Trainingsstart und Einrückung, öffnete in Österreich auch offiziell das Transferfenster. Ein Neuzugang des GAK stand schon davor fest, Gabriel Zirngast wechselte auf Leihbasis mit Kaufoption vom LASK nach Graz. Für Elsneg ein Wunschspieler: "Er steht schon seit eineinhalb Jahren auf meiner Liste, im Sommer legte der LASK noch ein Veto ein, jetzt hat es geklappt." Der 21-Jährige ist Mittelfeldspieler und könnte, auf dem Papier zumindest, auch die Rolle, die Jager und Schiestl im Herbst oft einnahmen, ersetzten. Er sei der erste von maximal zwei Neuzugängen, so Elsneg, ob ein weiterer Spieler geholt werde, ist dabei alles andere als fix und hänge von mehreren Faktoren ab.
- Gabriel Zirngast wird künftig das Dress der Grazer tragen.
- Foto: GEPA
- hochgeladen von Markus Kropac
"Von Tag eins an helfen"
Sollte ein weiterer Spieler kommen, dann müsse dieser dem GAK von Tag eins an weiterhelfen und bei einem möglichen Aufstieg auch bundesligatauglich sein. Elsneg betonte im Gespräch aber, wie zufrieden man mit Kader und Spielern grundsätzlich sei.
Einige Spieler könnten die Grazer auch verlassen, konkret gehe es hier um jene, die am Platz nicht die Einsatzzeiten erhalten haben, die sie sich erhofft hatten, sowohl Leihen als auch permanente Abgänge seien möglich, zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht konkret.
Lichtenberger bereits am Weg zurück
Gute Nachrichten gibt es rund um Spielmacher Christian Lichtenberger, der sich beim Abschlusstraining der Herbstsaison, einer Eishockey-Alternativtrainingseinheit, am Sprunggelenk verletzte. Die erste Diagnose von einem Knöchelbruch samt Syndesmosebandriss habe sich nicht bestätigt. Stattdessen handle es sich um kleinere Bänder im Sprunggelenk, eine Operation sie dadurch nicht nötig. Der GAK 10er hat die ersten Laufeinheiten bereits absolviert, bis er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen könne, werde es laut Elsneg aber noch mehrere Wochen dauern.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.