"Diese Position müssen wir nachbesetzen"
Tino Wawra über die Wintertransferpläne des GAK
- Seit Mitte September agiert Tino Wawra als Sportdirektor des GAK. Im Gespräch mit MeinBezirk blickt er auf seinen turbulenten Start zurück und gibt einen Ausblick auf das Jännertransferfenster.
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Tino Wawra übernahm Mitte September beim GAK als Sportdirektor. Im Gespräch mit MeinBezirk erzählt er von turbulenten ersten Monaten, der neuen Struktur, dem Umschwung und seinen schönsten Momenten. Auch der ein oder andere mögliche Wintertransfer war Gesprächsthema.
GRAZ. Seit dem überraschenden Rückzug von Didi Elsneg Mitte September hat Tino Wawra die Leitung der sportlichen Geschicke beim GAK übernommen: "Es war eine schwierige Phase, aber wir haben das in eine gute Richtung gebracht", blickt er heute auf seine ersten Monate im Amt zurück. Trotz der ungeplanten Situation hat er sich in der neuen Rolle schnell zurechtgefunden: "Mir taugt die Arbeit im Verein einfach sehr." Ein Klub sei immer personenabhängig – entscheidend sei für ihn, mit wem man zusammenarbeite. Mit René Ziesler, dem Vorstand und dem gesamten Trainerteam habe sich ein gutes Miteinander entwickelt.
- Wawra steht beim Training selbst meist mit auf dem Platz.
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Mit der Mannschaft auf dem Trainigsplatz
Wawra ist keiner, der sich vor Verantwortung scheut, ganz im Gegenteil. Angesprochen auf die Kehrtwende stellt er klar: "Es ist meine Aufgabe, dass es so weitergeht." Dass er viel am Trainingsplatz steht, ist für ihn ebenfalls selbstverständlich. "Das habe ich immer so gemacht." Der Austausch mit dem Trainerteam ist eng. Wawra beobachtet, kommentiert, bringt seine Eindrücke ein. "Vor allem, was die Teamdynamik betrifft, habe ich, denke ich, ein gutes Gespür."
- Im engen Austausch: Tino Wawra und Ferdinand Feldhofer.
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Mit dem Ausstieg von Elsneg übernahm Wawra dessen Agenden quasi zusätzlich zu seiner Rolle als technischer Direktor. Inzwischen wurden die Zuständigkeiten zumindest etwas neu verteilt: "Andi Lienhart und Boris Hüttenbrenner unterstützen mich in der täglichen Arbeit." Lienhart hat Aufgaben im Bereich der Spielbeobachtung übernommen, Hüttenbrenner kümmert sich vermehrt um organisatorische Aufgaben. "Das funktioniert jetzt gut. Wie wir es im Sommer weiter aufteilen, werden wir sehen", so Wawra.
- Andreas Lienhart hat im Hintergrund eine Agenden von Wawra übernommen, seitdem dieser zum Sportdirektor wurde.
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"Das habe ich als Spieler nie geschafft"
Emotionale Höhen und Tiefen gab es in seiner noch recht kurzen Zeit beim GAK einige, das Spiel gegen Altach sieht Wawra als Wendepunkt: "Das war ein Befreiungsschlag. Wir haben gesagt, wir lassen die Hinrunde hinter uns und starten bei null." Höhepunkt blieb dennoch eine andere Begegnung: "Der schönste Moment war sicher der Auswärtssieg bei Rapid. Das habe ich als Spieler nie geschafft. Da mit den Fans zu feiern – das war schon etwas Besonderes."
- Der Ausfall von Zeteny Jano hinterlässt ein Loch im Kader des GAK.
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Jano-Ersatz im Jänner als Priorität
Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen, bleibt im schnelllebigen Fußballgeschäft aber ohnehin keine. Im Jänner öffnet das Transferfenster wieder, damit steht ein weiterer intensiver Arbeitsmonat vor der Türe. Die Verletzung von Zeteny Jano, der bis Saisonende ausfällt, sorgt für eine Lücke im Kader: "Vor allem das Tempo, das er mitgebracht hat, fehlt uns. Diese Position müssen wir wahrscheinlich schon nachbesetzen", so der GAK-Sportchef.
Zumindest auf einer weiteren Position ist man ebenfalls aktiv auf der Suche nach einer Verstärkung, auch bei möglichen Abgängen wolle man nachbesetzen: "Ich will aber nicht zu viel herumdrehen. So wie sich die Teamdynamik gerade entwickelt, sollten wir nicht zu viel ändern." Die Erfahrung zeigt aber: "Das Rad fängt sich meist erst im Jänner an zu drehen."
- Mit Blick auf den Sommer möchte man beim GAK auf junge Österreicher setzen.
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Junge Österreicher für den Sommer
Entscheidend bleibt für ihn die Balance. Der aktuelle Kader habe eine gute Mischung aus erfahrenen Stützen und Talenten, die perspektivisch interessant seien – sportlich wie wirtschaftlich. Einige junge Spieler stehen bereits auf den Listen anderer Vereine.
Auch im Hinblick auf kommenden Sommer will Wawra einen großen Umbruch vermeiden, dennoch stehen viele Verträge noch aus der zweiten Liga vor dem Auslaufen – ein Thema, das frühzeitig geklärt werden müsse. Klar sei: Man will auf junge, gute Österreicher setzen. "Da gilt es, früh dran zu sein. Auch im Hinblick auf den Österreichertopf."
Weihnachten mit der Familie
Für die Familie blieb bei alledem in den letzten Monaten wenig Zeit. Diese lebt weiterhin in Oberösterreich. "Früher (als technischer Direktor) bin ich immer wieder einmal unter der Woche nach Hause gefahren und habe von dort aus gearbeitet. Das ging jetzt nicht."
Über Weihnachten wird das wieder einmal möglich sein, ab 19. Dezember wird Wawra von zu Hause aus arbeiten und nur zu Terminen in Graz sein. Eine kurze Verschnaufpause über die Feiertage, bevor es im Jänner wieder voll los geht.
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