02.02.2018, 09:44 Uhr

Olympia 2026: Wirtschaftskammer pocht auf Seriosität

Gehen die Olympischen Winterspiele 2026 in Graz und Schladming über die Bühne? Die Wirtschaftskammer Steiermark wehrt sich gegen eine vorschnelle Ablehnung. (Foto: GEPA)

Eine vorzeitige Ablehnung der Spiele in Graz und Schladming sei kontraproduktiv ohne Prüfung von Vor- und Nachteilen.

Olympische Winterspiele in Graz und Schladming: Für viele ein Traum, der realisiert werden sollte, für viele aber auch ein Schreckgespenst, das mit Kostenexplosionen und steigenden Lebenserhaltungskosten in der Zukunft gleichgesetzt wird. Seit der überraschenden Bekanntgabe der Bürgermeister Siegfried Nagl und Jürgen Winter, wonach sich die beiden steirischen Städte um eine Bewerbung (mit Sportstätten in zahlreichen weiteren Orten) für das Jahr 2026 bemühen, wird landauf, landab über dieses emotionale Thema diskutiert. Jetzt meldet sich auch die Wirtschaftskammer Steiermark zu Wort. So reagiert Präsident Josef Herk mit Unverständnis auf die aktuelle Debatte: „Eine solche Chance kategorisch abzulehnen, ohne dass noch ein detailliertes Konzept vorliegt, halte ich für den falschen Weg. Chancen und Risiken gehören abgewogen.“

Gegen Angstmache und Populismus

Vielmehr ortet Herk den immer gleichen Reflex, wonach bereits ein grundsätzliches Interesse für eine Bewerbung von der Oppositon torpediert werde. „Und das auf eine Art und Weise, die jede seriöse Debatte über Vor- und Nachteile einer solchen Bewerbung zunichte macht“, mahnt WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Konkret spricht der Präsident da vor allem die geplante Unterschriftenaktion der KPÖ Graz an (siehe auch https://www.meinbezirk.at/graz/politik/olympia-2026-in-graz-kpoe-will-volksbefragung-d2392807.html), die in weiter Folge eine Volksbefragung zum Ziel hat. „Hier werden aus parteipolitischem Kalkül Ängste geschürt, einen solchen Populismus haben sich Graz und die Steiermark nicht verdient“, so Herk.

Seriöse Prüfung gefordert

Auch die Obfrau der Regionalstelle Graz, Sabine Wendlinger-Slanina, hält nichts von einer vorzeitigen Panikmache. „Aus unserer Sicht ist es derzeit der falsche Zeitpunkt, um eine Position ,für' oder ,gegen' eine Olympia-Bewerbung zu beziehen. Vielmehr gilt es seriös zu prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen diese möglich ist. Denn hier bietet sich eine große Chance.“
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