21.11.2016, 11:26 Uhr

Stärkung von Unternehmensgründungen mit akademischem Know-how

Stolz auf das erste universitäre Gründungsbüro (v. l.): WKO Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, Uni Graz-Vizerektor Peter Riedler, WKO-Präsident Josef Herk und Alfred Gutschelhofer, Leiter des Zentrums für Entrepreneurship und angewandte Betriebswirtschaftslehre. (Foto: Fischer)

Mit dem ersten Gründungsbüro an einer Uni geben die Karl-Franzens-Universität Graz und die Wirtschaftskammer Starthilfe für Start-ups.

Wir wollen den Start-up-Gedanken unter den Studierenden und eine entsprechende Bewusstseinsbildung stärken“, begründet Alfred Gutschelhofer, Leiter des Zentrums für Entrepreneurship und angewandte Betriebswirtschaftslehre, die Initiative. WKO Steiermark-Präsident Josef Herk will das vorhandene Potenzial nutzen: „Von 4000 Unternehmen, die jedes Jahr in der Steiermark neu aufgesperrt werden, kommen derzeit rund 10 Prozent aus dem akademischen Umfeld. Diesen Anteil wollen wir stärken.“ Herk unterstreicht die hohe Relevanz von Start-ups für den Standort: „Hochtechnologische Spin-offs und innovative Firmen haben in den vergangenen 15 Jahren für eine Wertschöpfung von 400 Millionen Euro gesorgt.“ Und: Start-ups im akademischen Umfeld stellen im Schnitt doppelt so viele Mitarbeiter ein als sonst üblich.

Das Angebot

„Die Uni Graz knüpft damit an Maßnahmen an, die neben der Forschung auch im Studium einen besonderen Fokus auf unternehmerisches Handeln und das Nutzbarmachen von Gründungspotenzialen legen“, betont Peter Riedler, Vizerektor für Finanzen, Ressourcen und Standortentwicklung. Das Angebot des neuen Gründungsbüros – dem ersten an einer österreichischen Universität – umfasst daher regelmäßige Beratungen und Coachings von Fachleuten der WKO Steiermark, maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Studierenden.
Zudem bietet das Zentrum für Entrepreneurship und angewandte Betriebswirtschaftslehre im Rahmen des Programms Timegate Wahllehrveranstaltungen zu den Themen Unternehmensgründung und Entrepreneurship an. „Selbstständigkeit ist eine Lebenseinstellung und soll verstärkt als Karriereweg in Betracht gezogen werden“, betont Gutschelhofer. Dieser Gedanke wird nun in der Kooperation zwischen Universität und dem Gründerservice der WKO Steiermark, das unter der Leitung von Michaela Steinwidder die zentrale Drehscheibe für Unternehmensgründungen in der Steiermark ist, weiterverfolgt.
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