10.01.2018, 13:30 Uhr

Beim SK Sturm spricht man Deutsch

Hier geht es entlang: Der 42-jährige Deutsche Heiko Vogel hat das Zepter beim SK Sturm übernommen. (Foto: GEPA)

Heiko Vogel hat das Traineramt übernommen. Er tritt in große Fußstapfen.

Der Deutsche Heiko Vogel hat das Training beim SK Sturm aufgenommen. Wieder ein Trainer aus dem Ausland und wieder kein Toptrainer des Weltfußballs für die österreichische Bundesliga. Aber erwartet das überhaupt jemand?

Große Fußstapfen

Ein Blick auf die Trainer der Blackies seit Einführung der Bundesliga 1974 zeigt, dass die Grazer immer schon gerne auf "Gastarbeiter" gesetzt haben (siehe Infobox). Neben Flops wie Gilbert Gress oder Peter Hyballa waren auch absolute Legenden wie Otto Baric, Ivica Osim oder Franco Foda darunter.

Viele Deutsche

Aktuell sind auch bei anderen Vereinen der Bundesliga deutsche Trainer populär. Salzburg mit Marco Rose und die Austria mit Thorsten Fink setzen auf Trainer aus unserem Nachbarland. Die Toptrainer des europäischen Klubfußballs findet man auch hier nicht, obwohl diese Vereine auf weitaus höhere Mittel als Sturm zurückgreifen können. Bei den Blackies setzte man zuletzt mit Vogel, Foda, Hyballa und Kristl (interimistisch) ebenfalls gerne auf Trainer aus Deutschland.

Kein Trend

Für Sturms Geschäftsführer Sport, Günter Kreissl, ist das aber sicher nicht auf die gute deutsche Trainerschule oder die berühmten deutschen Tugenden zurückzuführen. "Für einen Verein wie uns ist immer der gesamte deutschsprachige Raum interessant, und Deutschland bietet durch seine Größe einfach mehr Alternativen. Einen Trainer, der schon im Ausland Meistertitel geholt hat, Champions League gespielt hat und eng mit einer Koryphäe wie Pep Guardiola zusammengearbeitet hat, wird man in Österreich einfach nicht finden", so der ehemalige Torhüter.
Kreissl betont aber: "Von einem Trend zu deutschen Trainern würde ich hier trotzdem sicher nicht sprechen. Im Fußball ist es eben wie in allen anderen Bereichen – alles verglobalisiert sich." Am Ende hat Heiko Vogel einfach mehr vorzuweisen als alle österreichischen Trainer – mit Ausnahme der Aushängeschilder Peter Stöger und Ralph Hasenhüttl. Und auf internationale Toptrainer wird man in der österreichischen Bundesliga wohl noch sehr lange warten müssen.
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