Zum Welt-Down-Syndrom-Tag
Das Leben ist alles andere als "down"

Tanja Nowak und Gerald Peyerl haben Downsyndrom und haben Spaß am Leben. Und das zeigen sie Tag für Tag.
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  • Foto: Lebenshilfe Fürstenfeld
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Am 31. März ist der Welt-Down-Syndrom-Tag: Tanja Nowak und Gerald Peyerl von der Lebenshilfe Fürstenfeld erzählen von ihrem Leben mit Trisomie 21. Schnell wird klar: Das Leben mit Down-Syndrom ist alles andere als "down". 

FÜRSTENFELD. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März will die Lebenshilfe Fürstenfeld auf die Lebenssituation von Menschen mit Down-Syndrom und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aufmerksam machen. Der 21.3. wurde gewählt, da bei Menschen mit Down-Syndrom das 21. Chromosom 3x vorhanden ist, darum spricht man auch von Trisomie 21.
"Uns ist es wichtig zu betonen, dass Trisomie 21 keine Krankheit ist und durch Zufall entsteht. Die Ursache dafür ist noch nicht endgültig erforscht. Das Down-Syndrom tut nicht weh und muss nicht geheilt werden. Menschen mit Trisomie brauchen somit auch kein Mitleid, sondern Akzeptanz und Gleichbehandlung“, betont Armin Lorenz, GF der Lebenshilfe Fürstenfeld. Um zu zeigen, dass das Leben mit Down-Syndrom alles andere als "down ist", erzählen Tanja Nowak und Gerald Peyerl aus ihrem Leben.

"Ich habe Spaß am Leben"

Tanja Nowak liebt das Leben mit allen Facetten: „Für mich hat das Down-Syndrom keine große Bedeutung. Ich habe einen Freund und bin sehr glücklich und verliebt. Ich gehe seit 5 Jahren zum Tanzkurs. Das ist in Fürstenfeld. Es macht großen Spaß mit meinen Tanzkolleginnen. Die kenne ich alle schon richtig gut, auch die Tanzlehrerin. Dort gehöre ich voll dazu. Wir haben auch jedes Jahr einen Auftritt. Da bin ich immer nervös, aber meine Mama und mein Freund sagen: Du schaffst das. Ich habe auch eine ganz liebe Familie. Dazu gehören meine Eltern und meine zwei Brüder Stefan und Wolfgang. Ich freue mich immer, wenn ich mit meiner Mama shoppen gehe. Ob Down-Syndrom oder nicht – das ist mir ganz gleich! Ich habe Spaß am Leben – das ist mir wichtig", betont Nowak.

"Ich finde das Leben cool"

Auch Gerald Peyerl weiß genau, was ihm wichtig ist: „Ich finde das Leben mit Down-Syndrom cool. Ich mag gerne Fußball, am liebsten den SK Sturm. Noch cooler ist es, ein Match anzusehen. Ich bin stolzer Onkel und hab eine ganz liebe Familie. Seit Oktober wohne ich im Wohnhaus der Lebenshilfe. Hier wohnt auch meine Freundin Tanja. Vor kurzem haben wir in einem Appartement im VISaVIS zur Probe gewohnt. Das hat sich super angefühlt. Wenn ich drei Wünsche frei hätte, würde ich am liebsten heiraten, eine Traumreise machen und in die Flitterwochen fahren."

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