Um Kino wird verhandelt

Bürgermeister Werner Gutzwar wird zum Regierungskommissär für Fürstenfeld-Altenmarkt-Übersbach vorgeschlagen.
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  • hochgeladen von Waltraud Wachmann

Um vor allem dem Wunsch der jüngeren Bevölkerung Rechnung zu tragen, verhandelt die Stadtgemeinde Fürstenfeld derzeit mit der Cineplexx-Gruppe um die Ansiedelung eines Kinos an der Umfahrungsstraße. Wie Bürgermeister Werner Gutzwar bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates dem Plenum berichtete, kommen dafür zwei mögliche Standorte in Frage. Neben einer Ansiedelung beim Viva-Einkaufzentrum als quasi "Variante zwei" werde vor allem, auch aufgrund der bereits zur Verfügung stehenden Parkplätze und der guten Zufahrtsmöglichkeit, ein Standort benachbart zum Fürstenfelder Fachmarktzentrum bevorzugt. Hierfür war es allerdings notwendig, in der Sitzung einen Beschluss für einen Optionsvertrag für das geeignete Baugrundstückes zu fassen.
"Wir brauchen das Grundstück, um weiter verhandeln zu können", so Gutzwar. Der Beschluss für diesen Punkt der Tagesordnung fiel einstimmig. Zu einer Debatte allerdings führte die Absicht der ÖVP, ein angrenzendes Grundstück mit einem Abbruchhaus anzukaufen. Vizebürgermeister Otmar Brandweiner von der SPÖ plädierte statt eines Kaufes für eine Option, die man erst geltend machen solle, sobald das Kinoprojekt realisiert werde. Gutzwar hingegen meinte, selbst wenn das Kinoprojekt nicht umgesetzt werde, könne man dort andere Vorhaben andenken. Der Kauf wurde mit den Stimmen der ÖVP beschlossen.

Zum Regierungskommissär vorgeschlagen
Seitens des Landes Steiermark sind im Rahmen der Gemeindestrukturreform von den von einer Fusion ab 1. Jänner 2015 betroffenen Kommunen (Übersbach und Altenmarkt sollen bekanntlich mit Fürstenfeld zusammengelegt werden) Beiräte und ein Regierungskommissär nach Abstimmung in den Gremien vorzuschlagen. Diese werden, der Kommissär mit alleiniger Entscheidungskraft, die Beiräte mit der Aufgabe zu beraten, bis zur Gemeinderatswahl Ende März oder Anfang April 2015 die Amtsgeschäfte führen.
Zu Unmut bei der Opposition führte die Intention der absolut regierenden ÖVP, mit dem ersten Vizebürgermeister Josef Rath als Beirat und Bürgermeister Werner Gutzwar beide Funktionen aus den eigenen Reihen besetzen zu wollen. Grünen-Gemeinderat Harald Peindl erklärte, er werde Rath die Zustimmung verweigern. Es gelte, schon allein aus Fairness-Gründen einen Mandatar einer anderen Partei mit dem Amt des Beirates zu betrauen. Gutzwar sei der "Regierungskommissär" so gut wie sicher.
"Auf die ausgestreckte Hand der ÖVP" nach den Wahlen 2010, die für ihn nicht wahrnehmbar sei, berief sich Brandweiner, der an eine Stimmen-Unterstützung der SPÖ für Gutzwar als Kommissär die Bedingung knüpfte, selbst als Beirat vorgeschlagen zu werden. Der Stadtchef verwies auf die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat. Beide Anträge gingen mit dem Votum der ÖVP durch.

Vorbildliche Finanzgebarung
Stolz zeigte sich der Bürgermeister auf das Ergebnis der Prüfung der Finanzgebarung der Stadtgemeinde über den Zeitraum der letzten fünf Jahre. Rund vier Monate lang beschäftigte sich ein Prüfungsteam der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld, angeführt von Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Beatrix Pfeiffer, sehr penibel mit der Buchführung. "Ich danke allen 160 Mitarbeitern der Stadtgemeinde für die gute Arbeit, die sie leisten", freute sich Gutzwar darüber, dass die Prüfer die Stadt Fürstenfeld als vorbildlich hinsichtlich ihrer Agenden bezeichneten.

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