Sillschlucht-Partys
Bürgermeister Willi in der Pflicht

Rettungseinsatz in der Sillschlucht nach Party
  • Rettungseinsatz in der Sillschlucht nach Party
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Innsbrucker Parteien sehen dringenden Handlungsbedarf in Sachen Partymeile Sillschlucht. Am Wochenende gab es aufgrund einer verletzten Person wieder eine schwierige Bergung, dabei kam es auch zu Vandalismusakten. Alle Details dazu finden Sie hier. Vizebgm. Anzengruber bekommt bei seiner Forderung nach einem Runden Tisch Unterstützung von der FPÖ, die Listen "Gerechtes Innsbruck" und "Für Innsbruck" fordern Bgm. Willi zum Handeln auf. Dieser präsentiert ein konkretes Angebot und Vizebgm. Anzengruber fixiert Runden Tisch.

Konkretes Angebot

Bürgermeister Georg Willi teilt der Stadtblatt-Redaktion mit: „Ich fände es wichtig, hier auch und vor allem auf die Hintergründe zu schauen. Die Nachtgastro hat nach wie vor zu und Innsbruck kann den Jungen so gut wie keine öffentliche und konsumfreie Zonen bieten – auch das muss uns eine Lehre aus der Pandemie sein. Die Jugendlichen haben im letzten Jahr auf quasi alles verzichtet – zum Schutz von uns allen – und wir haben all dem, was ihnen jetzt fehlt, relativ wenig entgegen zu halten. Was ihre Sicherheit anbelangt, setze und vertraue ich auf die Polizei, Aufgabe der Politik ist, Perspektiven zu schaffen und Lücken zu schließen. Ein konkretes Angebot hätten wir mit dem Quartier Bartlmä vorliegen - das blockieren aber genau die, die mir jetzt Untätigkeit vorwerfen und nicht sehen, wie wichtig ein Ort wie Bartlmä, der auch als Veranstaltungsort dienen würde, für die Stadt wäre.“

Runder Tisch

„Es ist mir gelungen relativ rasch den runden Tisch zur Sillschlucht-Problematik zu organisieren. Er wird noch diese Woche und zwar am Donnerstag stattfinden. Die MÜG, ÖBB, Bergwacht, das städtische Referat „Wald und Natur“, Stadtpolizei, Bergrettung und die BBT Projektgesellschaft haben schon zugesagt, ihre Vertreter zu dieser Sitzung zu schicken. Alle sind sich der Dringlichkeit dieses Themas bewusst. Die ersten Vorgespräche dazu habe ich schon am Wochenende geführt. Ich möchte mich für das rasche Zustandekommen des runden Tisches bei den genannten Organisationen bedanken“, informiert der für die Sicherheit in Innsbruck zuständige Vizebgm. Johannes Anzengruber in einer Aussendung.

Kein Partyareal

"Die Sillschlucht ist und bleibt ein wichtiges Naherholungsgebiet für unsere Bürgerinnen und
Bürger und darf nicht als Partyareal samt Vandalismus missbraucht werden", stellt die FPÖ Innsbruck in einer Aussendung fest. Die illegale Sillschlucht-Party und der massive Rettungs- und Exekutiveinsatz am Wochenende in der Innsbrucker Sillschlucht beweist für die FPÖ-Klubobfrau im Innsbrucker Gemeinderat, Andrea Dengg, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht.
„Bereits zum zweiten Male mussten Rettungs- und Exekutivkräfte ausrücken, das ist unfassbar“, erläutert Dengg in einer Aussendung, besonders schockiert zeigt sie sich darüber, dass während die Einsatzkräfte der Polizei, der Rettung und der MÜG im Einsatz waren und Menschenleben retteten, deren Fahrzeuge von Vandalen beschädigt und die Kennzeichen gestohlen wurden. „Wir müssen hier schnellstens einen runden Tisch einberufen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, wir sind gefordert eine rasche Lösung für alle Beteiligten zu finden“, fordert die Innsbrucker FPÖ-Klubobfrau, die darauf verweist, dass die Innsbrucker Jugendlichen derzeit keine geeigneten Eventorte vorfinden. „Das ist ein Versagen der Grünen im Innsbrucker Gemeinderat.“
Für Dengg steht fest: „Die stattgefundenen Übergriffe gegen die Einsatzkräfte sind aufs schärfste zu verurteilen und müssen dementsprechend geahndet werden."

Willi gefordert

GR Gerald Deapoli (Gerechte Innsbruck) erklärt in einer Aussendung: “Es ist die Aufgabe von Bürgermeister Georg Willi für Ordnung und Sicherheit der Menschen in der Sillschlucht zu sorgen. Seit Monaten kommt es immer wieder zu schweren Unfällen in der Sillschlucht! Seit Monaten wissen wir, dass in der Sillschlucht immer wieder Partys gefeiert werden, die letztendlich vermutlich unter schwerem Alkoholeinfluss dazu führten, dass Partygäste nicht einmal vor Vandalenakten auf Funkstreifenfahrzeuge und Fahrzeuge der MÜG zurückschreckten. Trotzdem schweigt Bürgermeister Georg Willi zu den Vorfällen in der Sillschlucht, aus welchen Gründen auch immer,“ so GR Gerald Depaoli.„Das Gerechte Innsbruck fordert daher Georg Willi auf sein Schweigen zu brechen, und endlich ein Sicherheitskonzept für die Sillschlucht auf den Tisch zu legen. Es ist die Aufgabe von Bürgermeister Georg Willi für Ordnung und Sicherheit der Menschen in der Sillschlucht zu sorgen!“, schließt Gerald Depaoli, welcher den Innsbrucker Bürgermeister diesbezüglich in der Pflicht sieht. 

Partymeile Sillschlucht

Entsetzt und betroffen zeigen sich FI Familien- und Jugendstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer und Sicherheitssprecher GR Kurt Wallasch über die neuerlichen Rettungseinsätze in der Sillschlucht in einer Aussendung. "Der schwere und tragische Unfall einer jungen Frau, die 15 Meter über felsiges Gelände abstürzte, macht uns sehr betroffen und wir wünschen der jungen Frau auf diesem Wege alles erdenklich Gute auf dem Weg der Besserung." Am Wochenende kam es wiederum zu mehreren Einsätzen. Es waren Bahnsperren und gefährliche Evakuierungen aufgrund einer neuerlich total aus dem Ruder gelaufenen Party in der Sillschlucht erforderlich. Polizei und MÜG waren im Einsatz, genauso wie die Rettungseinheiten und Bergrettung, führt die FI in der Aussendung weiter aus.

Verantwortung

"Wir haben die Verantwortung für alle Menschen in unserer Stadt und müssen dafür Sorge tragen, dass es Vorkehrungen und Regeln gibt, die ein gutes sicheres und gedeihliches Miteinander ermöglichen. Bürgermeister Willi kann nicht wie bei allen anderen Themen so lange wegschauen, bis wieder weitere fürchterliche Unfälle passieren. Laissez-Faire ist in Sicherheitsfragen ein vollkommen verantwortungsloser politischer Führungsstil und ein Kennzeichen des grünen Wirkens. Wenn konservativ bedeutet, dass eine Stadtführung ganz besonders auf die nächste Generation schaut, ihnen sichere und anregende Entfaltungsmöglichkeiten gibt und die Jugend unserer Stadt gut in das Leben begleitet, dann sind wir gerne konservativ", so Für Innsbruck Jugend- und Familienstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

Ausgehzentrum

"Bei allem Verständnis für das Bedürfnis Partys feiern zu können - das ist in der Sillschlucht zu gefährlich. Immer wieder kommt es zu kritischen und teils lebensbedrohlichen Situationen, weil junge Menschen aus Unachtsamkeit verunfallen oder im Rausch durch Alkohol und sogenannten Partydrogen offenbar nicht mehr recht wissen was sie tun. Wir sollten uns nicht um die Drogenberatung während der Party kümmern, sondern vermeiden, dass es zu ersten tödlichen Unfällen kommt", so Für Innsbruck Sicherheitssprecher GR Kurt Wallasch.

Lösungen für die Jugend

„Solange der Bürgermeister nicht für die Sicherheit in der Sillschlucht sorgt, haben die Familien und die jungen Menschen ein Anrecht darauf, dass dieses Geschehen mit Vernunft kontrolliert wird. Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch rasch gute Lösungen, denn es ist logisch, dass die jungen Menschen Raum für ihre Freizeit brauchen. Eine baldige kontrollierte Öffnung der Clubs wäre sicher ein wichtiger Schritt“, so Oppitz-Plörer.

Zunehmend Angriffe

Sachbeschädigungen und Angriffe auf die Exekutive nehmen deutlich zu. Auch das ist eine bisher in Innsbruck nicht gekannte fatale Entwicklung der Gesellschaft, die auch durch das 'Laissez-Faire' des grünen Bürgermeisters massiven Rückenwind erhält. "Die Sachbeschädigungen an Einsatzfahrzeugen sind in Innsbruck scheinbar salonfähig geworden. Dass damit der gesamten Gesellschaft ein großer Schaden entsteht - vor allem wenn Einsätze dadurch nicht mehr stattfinden können - ist auf politischer Ebene der grünen Fraktion mittlerweile offensichtlich egal. Eher ruft unser Stadtoberhaupt im Gefängnis an, um sich nach teils gewaltbereiten Personen zu erkundigen als bei der Polizeiinspektion, deren Einsatzfahrzeug nach einer Demo in Flammen aufgegangen ist, anzurufen. Eine traurige und besorgniserregende Entwicklung, die von den Grünen in Innsbruck wissend in Kauf genommen wird und die wir vollkommen ablehnen.", so Wallasch. "Es kann nicht sein, dass immer etwas passieren muss, bis im Sinne der Sicherheit mit Hausverstand gehandelt wird. Wenn erst ein junger Mensch in Innsbruck tödlich verunglücken muss, bis man sich politisch zuständig fühlt, ist eine vorausschauende und konservative Haltung vernünftiger als Grüne Gesellschaftsromantik. Dieses Wegschauen des Bürgermeisters kann die Jugend viele Lebensjahre kosten", schließen Oppitz-Plörer und Wallasch unisono.

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