Sturmschäden
Schäden durch Föhn belasten Tiroler Wälder

 In Folge des Föhnsturms wurden in Tirol in Summe 1.300 Hektar Wald schwer geschädigt. Die Schäden belaufen sich landesweit auf 27 Millionen Euro.
  • In Folge des Föhnsturms wurden in Tirol in Summe 1.300 Hektar Wald schwer geschädigt. Die Schäden belaufen sich landesweit auf 27 Millionen Euro.
  • Foto: Land Tirol
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TIROL. Wieder einmal brachten die Föhnstürme in Tirol hohe Schäden mit sich. Besonders die Wälder waren betroffen. 1.300 Hektar Wald sind laut LHStv Geisler zerstört. 1,5 Millionen Bäume wären für eine Aufforstung notwendig. 

Am schwersten betroffen: Osttirol

Die Osttiroler Wälder wurden durch den Föhnsturm am schwersten beschädigt. Hier findet man auf einer Fläche von 1.000 Hektar rund 400.000 Kubikmeter Schadholz
Auch die Regionen Tux sowie Wipp- und Geschnitztal sind betroffen. Hier sind 300 Hektar Fläche zerstört und 100.000 Kubikmeter Windwurfholz entstand. 

Gesamtschaden von 27 Millionen Euro

Laut LHStv Josef Geisler geht man von 27 Millionen Euro an Gesamtschäden aus. Nicht nur wirtschaftlich sind die Schäden bedenklich auch im Sicherheitsbereich steht man nun "vor riesigen Herausforderungen". 
Die beschädigten Waldflächen erfüllten nämlich eine wichtige Schutzfunktion (70 Prozent der beschädigten Wälder).
Ein weiteres Hindernis ist das Windwurfholz, das wenn es länger liegt, den Wald schwächenden Borkenkäfer anlockt. 

Schutzwald wird wieder aufgebaut

Gerade weil der Schutzwald eine wichtige Sicherheitsposition einnimmt, hat der Neuaufbau oberste Priorität. Dazu werden allein im nächsten Jahr 1,5 Millionen Bäume benötigt. Die ausgewählten Baumarten sollen, durch ihre Zusammenstellung und den individuellen Einsatz, den Herausforderungen Trockenheit, Hitze und Stürmen besser stand halten.
 

Was passiert mit dem Windwurfholz?

Die entstandenen Massen an Windwurfholz müssen natürlich irgendwie weggeschafft werden. Das Land hofft nun auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Tiroler Holzindustrie. An diese wird appelliert, das heimische Schlagholz bevorzugt zu fairen Preisen abzunehmen. 
Die Sammlung des Windwurfholzes sollte unbedingt mit professioneller Schutzausrüstung und mit entsprechender Erfahrung von statten gehen.
 

Finanzielle Unterstützung aus dem Katastrophenfonds

In einem Regierungsbeschuss wurde den WaldbesitzerInnen eine finanzielle Unterstützung aus dem Katastrophenfonds zugesichert. Zusätzlich wird der Landesforstdienst den WaldbesitzerInnen mit Rat und Tat beratend zur Verfügung stehen. 

Infoveranstaltungen für WaldbesitzerInnen gibt es in Osttirol: Termine unter www.tirol.gv.at/lienz/
Die Regionen Tux, Wipp- und Gschnitztal werden direkt über die zuständige Bezirksforstinspektion und die Waldaufseher informiert.

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Investition in "Schutzschild Wald" zahlt sich aus

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