Igls
"Versprochen und gebrochen"

Bürgerprotest im Oktober 2018 in Igls im Zusammenhang mit dem Projekt Widumsplatz.
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  • Bürgerprotest im Oktober 2018 in Igls im Zusammenhang mit dem Projekt Widumsplatz.
  • Foto: Stadtblatt
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INNSBRUCK. Die Stadtverwaltung und die Innsbrucker Stadtteile sind immer öfters uneins. Nach den Diskussionen in der Koatlacken melden sich jetzt die Igler mit Kritik zu Wort. Zahlreiche Projekte wären versprochen worden, die Umsetzung scheint aber in weiter Ferne.

Vertrag für Igls

Der nächste Stadtteilausschuss steht am 30.9.2020 auf der Tagesordnung. Die Kritik an der Stadtverwaltung gibt es aber bereits jetzt. Die Agrargemeinschaft Igls hat die Grundüberlassung für den Bau der neuen Kofelbahn per Vertrag im März 2016, in dem sich die Stadt Innsbruck dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 „rund um die alte Talstation einen attraktiven Sportbereich mit Sommer- und Winterangebot zu errichten“ abgesichert. Jetzt hat das Sportamt die Igler informiert, dass das Sportprojekt Zimmerwiese in den Jahren 2022 bis 2023 umgesetzt werden „sollte“. Außerdem wird der Eislaufplatz bei der Talstation aufgrund seines „Lebenszyklusende“ eingestellt.

Verärgerung

Maria Zimak, Vorsitzende des Unterausschusses Igls und Agrarobmann Karl Zimmermann sind über das Verhalten der Stadtverwaltugn erbost. Auch in den sozialen Netzwerken ist die Kritik an der Stadt nicht zu übersehen. "Die Umsetzung des Sportbereichs Zimmerwiese und ein Umbau der alten Talstation in ein „Haus für Igls“ und der endlich notwendigen adäquaten Unterbringung für Vereine ist seit über 20 Jahren versprochen und teilweise sogar schon mehrfach im Gemeinderat beschlossen. Ja! Das ist ein großer Wunsch. Endlich Machen ist daher die einzige Alternative. Das Geleier über „wie was nicht geht“ ist zum ...", meint ein Unternehmer auf Facebook.

Eislaufplatz

Bereits in der Wintersaison 2019/2020 hätte der Eislaufplatz Igls geschlossen werden sollen. Vbgm. Johannes Anzengruber – damals Gemeinderat - brachte einen Antrag auf Verlängerung um ein Jahr ein. „Wenn der politische Wille da ist, dann lässt sich die Tauglichkeit des Eislaufplatzes um dieses eine Jahr verlängern“, ist Anzengruber überzeugt. Die defekte Eismaschine lässt er als Argument nicht gelten. Ein neues Gerät kann auch beim neuen Eislaufplatz wieder verwendet werden. Dieser ist ja schon in Planung. Aus Kostengründen kann man auch über eine Leasingvariante nachdenken, die bereits bei anderen Eislaufplätzen der Stadt angewendet wird." Zum offenen Brief der Stadtteilvertretung Igls hält Anzengruber fest, dass es ein Gebot der Fairness ist, sich an getroffene Vereinbarungen zu halten. Der vertraglich vereinbarte Zeithorizont für die Umsetzung werde nicht mehr möglich sein. Anzengruber plädiert für eine sofortige Projektaufnahme und der Umsetzung im Jahr 2021.

Aufruf zum Handeln

Maria Zimak, Vorsitzende des Unterausschusses Igls, hat die Stadtsenatsmitglieder  schriftlich zum Handeln aufgerufen und erhält Unterstützung von Agrarobmann Karl Zimmermann. Dabei soll auch eine härte Vorgangsweise gegenüber der Stadt an den Tag gelegt werden. Auch FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel rät dabei zu einer Klage. "Es gibt vertragliche Vereinbarungen die eingehalten werden müssen, die Stadt kann sich nicht dauernd aus jeder Verantwortung stehlen", ist Federspiel über die zahlreichen Versprechen, die bisher nicht eingehalten wurden, erbost. Kritik übt Federspiel auch an der Umsetzung des Projekts "Bichl 3" und dem Widumsplatz. "Hier weren Projekte gegen den Willen der Igler Bevölkerung umgesetzt", erinnert Federspiel an rund 1.000 Unterschriften gegen das Projekt Widumsplatz.

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