06.02.2018, 11:17 Uhr

CRIF: Tirol hat größtes Eigenkapital in der Baubranche

Viele Österreichische Baufirmen haben sich vor allem im Osten Österreichs angesiedelt. (Symbolbild) (Foto: pixabay.com)

Durch die jährliche Auswertung der CRIF-Erhebung erhält Österreich einen Blick auf die Entwicklung der Baubranche. Der sogenannte "Branchenradar Bau" ermittelte die Neugründungen, die Insolvenzen des vergangen Jahres 2017 und viele weitere entscheidende Aspekte.

TIROL. Ein eindeutiges Ergebnis liefern die Zahlen der Neugründungen in der Baubranche. Seit den letzten fünf Jahren erkennt man einen Abwärtstrend in ganz Österreich. Von 2016 auf 2017 nahm die Zahl der Unternehmensgründungen in der Baubranche um ganze 19,6% ab. Doch Boris Recsey, Geschäftsführer CRIF Österreich sieht trotzdem positiv in die Zukunft: "Auch wenn die Neugründungen während der letzten Jahre – wohlbemerkt auf einem niedrigen Niveau – zurückgegangen sind, zählt die Baubranche immer noch zu den gründungsintensivsten Branchen Österreichs.“

Insolvenzen

Kein so markanter und eindeutiger Trend konnte über die Insolvenzen festgestellt werden. Im Jahr 2016 auf 2017 gingen die Insolvenzen zurück doch davor, von 2015 auf 2016 stiegen sie wiederum an. 

Eigenkapital der Unternehmen

Positiv kann man die Entwicklung der Eigenkapitalausstattung der österreichischen Bauunternehmen deuten. Vor allem Tirol, das den ersten Platz mit seinen Unternehmen belegt, hat eine hohe Median-Eigenkapitalquote von ca. 36%. Recsey ergänzt dazu: "Je höher die Eigenkapitalquote, desto stabiler und kreditwürdiger auch das Unternehmen, denn die Eigenkapitalquote ist ein bedeutender Parameter für die Bonitätsbewertung und hat entscheidenden Einfluss auf die Kreditvergabe sowie die Kosten einer möglichen Finanzierung."

Firmensitze im Osten Österreichs

Sieht man sich die Auswertungen des CRIF an, zeigt sich besonders im Osten Österreichs eine Dichte von Bauunternehmen. 40% der österreichischen Unternehmen haben sich mit ihren Firmenhauptsitzen im Osten niedergelassen. In Tirol haben sich 10,9% der Unternehmen angesiedelt. 

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