27.10.2016, 06:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Das am öftesten gebrochene Gesetz der Welt

Ich erforsche ja gerne die Herkunft verschiedenster (Fremd-)Wörter. Unlängst lief mir das Wort "Boykott" über den Weg. Dieses hat eine schöne Geschichte - wobei sie für den Betroffenen weniger schön war. Der Betroffene hieß Charles Cunningham Boycott (1832 bis 1897) und war ein in Irland lebender Engländer, der als Grundstücksverwalter eines englischen Lords tätig war. Mr. Boycott dürfte das Gegenteil eines angenehmen Zeitgenossen gewesen sein. Schon zu Beginn seiner Tätigkeit weigerten sich etliche Grundstückspächter, den Pachtzins an Herrn Boycott zu bezahlen. Danach kündigten sie sogar alle ihre Verträge - und es fand sich niemand mehr, der einen Pachtvertrag bei ihm abschließen wollte. Deswegen prägte die Zeitung "London Times" im Jahr 1880 den Begriff "boycotting". Der Herr Boycott zog sich dann - mangels Arbeit und Anerkennung - nach England zurück.
Apropos England: Dort gibt es noch immer etliche skurille Gesetze. Betrunken zu reiten ist nicht nur verboten, wenn man ein Pferd dazu nutzt. Auch auf Kühen darf nicht betrunken geritten werden. Wer Drachen steigen lassen will, kann das überall tun - nur nicht in Großbritannien. Das ist dort verboten.
Und zu guter Letzt: Es ist verboten, in britischen Pubs betrunken zu sein. Das ist wohl das am öftesten gebrochene Gesetz der Welt ...
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