Neue Möglichkeiten
So verändert KI die Arbeitswelt in der Region
- Stefan Mesicek vom AMS Steiermark und Monika Fuchs, „die Füchsin“
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Art, wie wir arbeiten, rekrutieren und wirtschaften. Bei einer bezirksübergreifenden Veranstaltung von Wirtschaftskammer und Arbeitsmarktservice in Leibnitz gaben eine IT-Expertin und ein AMS-Berater Einblicke in praktische Einsatzmöglichkeiten der KI.
LEIBNITZ. „Das ist unsere dritte gemeinsame Veranstaltung, die wir für unsere wertvollen Kundinnen und Kunden in der Region ausrichten“, begrüßte Ingrid Gürtl, die Geschäftsstellenleiterin vom AMS Leibnitz, die Gäste im Alten Kino Leibnitz.
Im letzten Jahr war es die Koralmbahn, die im Fokus stand, dieses Mal drehte sich alles um KI in der Arbeitswelt. „Das ist ein wichtiges und spannendes Thema, das viele Möglichkeiten und Chancen – aber natürlich auch Risiken und Herausforderungen beinhaltet“, leitete Martin Heidinger, Regionalstellenleiter der WKO Leibnitz, ein. Neben Josef Herk, dem Präsidenten der steirischen Wirtschaftskammer, waren auch die stellvertretende Geschäftsführerin des AMS Steiermark, Yvonne Popper-Pieber, der Abgeordnete zum Nationalrat, Joachim Schnabel und der Leibnitzer Bürgermeister Daniel Kos anwesend.
„Künstliche Intelligenz ist ein heißes Thema in vielen Bereichen. Ich glaube, man kann sich nicht oft und intensiv genug damit beschäftigen.“
Josef Herk, Präsident der WK Steiermark
- Der Deutschlandsberger WKO-Regionalstellenobmann Manfred Kainz (l.) und der steirische WKO-Präsident Josef Herk
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Änderungen stehen bevor
Eines ist klar: Der Arbeitsmarkt verändert sich und wird dies auch in Zukunft durch die künstliche Intelligenz viel stärker tun. Dazu meinte Popper-Pieber: „Es wird ein Kraftakt und eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam und Hand in Hand stemmen können, damit dieses Land zukunftsfähig ist und einen stabilen Arbeitsmarkt hat.“
Mit dieser Thematik befasste sich die Unternehmerin und KI-Managerin Monika Fuchs in ihrem Vortrag. „Die Füchsin“ unterstützt Organisationen dabei, sich strukturell, kulturell und technologisch auf den Einsatz von KI vorzubereiten und diese nachhaltig zu integrieren. „Die Technologie soll uns Menschen dienen und nicht umgekehrt“, stellte die Expertin klar. Damit das funktioniert, brauche es aber konkrete Schritte, die wir Menschen setzen müssen.
- Neugier statt Angst
- Praktische Anwendung statt abstrakte Theorie
- Verantwortung statt blinder Automatisierung
„Die KI hat immer wieder das Problem der Halluzinationen. Nicht, wenn man sogenannte RAG-Systeme baut, wo man Wissensdaten anbindet“, versicherte Fuchs. Ihr Unternehmen ist vollständig KI-integriert, sie arbeitet mit sechs verschiedenen KI-Tools. Das empfiehlt sie auch anderen Unternehmerinnen und Unternehmern: „Das Investment, das ich leiste, zahlt sich 17 Mal zurück.“ Dennoch sei große Vorsicht geboten: „Nur weil wir etwas als Technologie einsetzen können, heißt das nicht, dass wir das tun müssen.“ Ein Beispiel für einen möglichen Einsatz seien „digitale Mitarbeitende“ – Agenten, die man wie menschliches Personal leasen kann.
Wo stehen wir in Österreich?
| Mittlere Unternehmen mit KI-Pilotprojekten | 43 % |
| Große Unternehmen mit KI-Pilotprojekten | 70 % |
| Unternehmen mit skalierter KI | 8 % |
| Beschäftigte mit KI-Erfahrung | 73 % |
| Beschäftigte mit uneingeschränktem Zugang zu KI-Tools | 20 % |
- Die Veranstaltung fand im Alten Kino Leibnitz statt.
- Foto: MeinBezirk/Katrin Löschnig
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Künstliche Intelligenz beim AMS
Stefan Mesicek aus der Fachabteilung „Service für Arbeitskräfte“ des AMS Steiermark gab in seinem Vortrag einen Einblick in die Arbeitskräfte-Vermittlung mithilfe von KI. Das AMS fokussiert sich seit einigen Jahren auf die kompetenzorientierte Vermittlung – zuvor war sie noch stark durch Berufsarten bestimmt. Relevant ist daher: Was können die Personen und was ist beruflich anwendbar? Welche Kompetenzen sind für eine offene Stelle unbedingt nötig?
Der „Matching Score“ befasst sich damit, wie sich Personen und offene Stellen am besten finden (Kompetenzen 80 Prozent, Beruf 20 Prozent). Das AMS beschäftigt sich damit, wie KI bei der Vermittlung unterstützen kann. „Die KI kann zum Beispiel Kompetenzanalysen durchführen. Das heißt: Um welche Kompetenzen geht es, dass eine Person schnell eine Arbeit findet? Gibt es Personen, die perfekt für eine Stelle passen, obwohl eine Kompetenz fehlt?“, erklärte Mesicek.
Emotionaler Abschied
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde es emotional: Der regionalen AMS-Geschäftsstellenleiterin Ingrid Gürtl wurde eine Ehrenurkunde der Wirtschaftskammer Steiermark für ihre langjährigen Verdienste um den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort des Bezirks Leibnitz überreicht.
Diese war sichtlich gerührt: „Jetzt habt ihr mich wirklich überrascht, ich bin sprachlos. Die Leibnitzer Geschäftsstelle ist etwas Besonderes und sie wird es weiterhin bleiben.“ Ihre Nachfolgerin Nicole Guy wird ihren Posten in wenigen Wochen übernehmen.
- Die Nachfolgerin Nicole Guy
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