Eröffnung mit Puch-Logo-Ostereier
Puch-Museum in Judenburg umgestaltet
- Bürgermeister, Mitglieder des Gemeinderates sowie des Stadtmarketings, Kurator, Museumschef, Leihgeber und Pfarrer bei der Eröffnung.
- Foto: Hans Georg Ainerdinger
- hochgeladen von Hans Georg Ainerdinger
Mit einem Tag der offenen Tür ist am Palmsonntag das Puch-Museum Judenburg in seine 16. Saison gestartet. Stadtmarketing- und Museumschef Heinz Mitteregger sowie Kurator Fritz Glöckner konnten zahlreiche Puch-Freunde, Leihgeber sowie Damen und Herren des Gemeinderates sowie Pfarrer Martin Maria Trummler begrüssen.
JUDENBURG. Die Gäste durften sich über einen Nostalgie-Trip entlang der Meilensteine der legendären heimischen Fahrzeugentwicklung freuen. Bgm. Hannes Dolleschall ging auf das beispielhafte Engagement ein, mit dem das ganze Museumsteam arbeitet. Heinz Mitteregger, der auch seinem Team mit Karoline Straner und Mario Eichwalder dankte.
„Wir haben wieder Umgestaltungen und Verbesserungen in der Präsentation vorgenommen. Highlights sind Zwischenkriegs-Motorräder, Puch-Rennwagen und Puch IMP, viele Haflinger und neben den Puch 500 auch ein Puch 650 TR, wie er bei der Rallye Monte Carlo oder z. B. Mit Heinrich Taubländer auch am Österreichring und bei Bergrennen im Einsatz war!“
Heinz Mitteregger, Museumschef
Leihgeber Lorenz „bald 16“
Generationsprobleme gibt es hier keine: Während der unglaubliche Erfahrungsschatz des agilen, europaweit vernetzten, 88jährigen Kurators Fritz Glöckner immer wieder wertvolle Kontakte und Ideen bringt, bringt sich dank seinen Eltern auch ein „bald 16jähriger“ engagiert ein. Es ist der Kobenz-Fachschüler Lorenz Schrunner. Ein sagenhafter Puch-Kenner und -Schrauber, der an die 80 Puch-Fahrzeuge besitzt, im Museum etliche Puch-Moto-Cross-Modelle ausgestellt hat. Dazu auch einen Haflinger mit der Produktions-Nr. 8, mit dem zu besonderen Anlässen auch am Judenburger MTB Sender-Trail gefahren wird.
Öffnungszeiten
Das Judenburger Puch-Museum hat ab sofort Mittwoch bis Sonntag (im Juli und August täglich) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Highlights sind am 1. Mai das Anrollern, am 15. August die Puch-Parade und traditionell auch die lange Nacht der Museen.
Aus der Puch-Geschichte
Mit 12 Jahren begann der 1862 in Sakuschak als siebentes Kind einer Kleinbauernfamilie geborene Johann Puch - Janez Puh - in Pettau eine Schlosserlehre. Sie half ihm, dass er beim darauffolgenden dreijährigen Militärdienst als Schlosser im Zeugdepot Graz eingesetzt wurde. 1889 konnte er auf dem Gelände der Gärtnerei seiner Schwiegereltern seine erste Fahrradwerkstatt eröffnen. Er lieferte noch im selben Jahr sein „Styria“ Sicherheits-Niederrad aus.
Es war der Beginn einer sagenhaften Entwicklung, die ihn vom Handwerker bis zum Industriellen und Begründer der Puch-Werke werden ließ. Er verstarb 1914. - In den 1950er bis 1970er-Jahren gab es kaum einen Haushalt ohne Puch-Erzeugnis - ob Fahrrad, kultiges Maxi, ob Mopeds, Roller, Motorräder oder den legendären 500er. Das Bundesheer fuhr Puch Haflinger und Pinzgauer. Übrigens: 1909 war es laut damaliger „Kleiner Zeitung“ Johann Puch, der für das von den „Renner-Buben“ in Graz gebaute und gestartete Luftschiff „Estaric I“ einen 24-PS-Motor baute.
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