Flugshow-Gegner
"Hoffen, dass es die letzte Airpower ist"

Gegen die Airpower: Erwin Webersink, Maximilian Berge, Maja Höggerl und Renate Pacher.
  • Gegen die Airpower: Erwin Webersink, Maximilian Berge, Maja Höggerl und Renate Pacher.
  • Foto: Verderber
  • hochgeladen von Stefan Verderber

Grüne, KPÖ und Sozialistische Jugend sprechen sich erneut gegen die Flugshow im Murtal aus und bekommen Unterstützung.

MURTAL. Eine breite Allianz hat sich am Montag gegen die Airpower in Zeltweg ausgesprochen - nicht zum ersten Mal. Vertreter von KPÖ, den Grünen, der Sozialistischen Jugend (SJ) und der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ laden zur „Peacehour statt Airpower“.

Klimawandel

„Die Folgen des Klimawandels sind auch im Aichfeld spürbar. Es läuft in die falsche Richtung, wenn wir Millionen an Steuergeld für eine klimaschädliche Veranstaltung ausgeben“, kritisiert Renate Pacher (KPÖ). Ihre Partei hat schon mehrmals gefordert, die Flugshow abzusagen oder zumindest Landesförderungen dafür zu streichen. Das wurde von SPÖ, ÖVP und FPÖ aber stets abgelehnt.

Lärm und Sicherheit

Pacher und ihre Mitstreiter führen außerdem weitere Argumente ins Treffen: Die Airpower sei eine Waffenschau „und dem Bundesheer fehlt es an allen Ecken am Geld.“Zudem sei die Bevölkerung durch den Trainingslärm belastet und die Flugshow sei ein Sicherheitsrisiko.  „Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region leiden“, sagt Maja Höggerl (SJ).  „Wir befinden uns in einer Klimakrise und verblasen öffentliches Geld.“  Dieses solle stattdessen in regionale Infrastruktur und Arbeitsplätze investiert werden. „Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit waren von Beginn an aktuelle Themen - jetzt sind sie aktueller denn je“, fügt Erwin Webersink (Grüne).

Bewusstsein

Die Allianz der Airpower-Gegner will die Problematik bewusst machen. Vor allem Treibstoffverbrauch und die An- und Abreise der Besucher seien verheerend für das Klima. „Wenn die Airpower nicht mehr stattfindet, ist das Klima nicht gerettet - aber diese Konzentration ist einfach unsinnig“, sagt Pacher. Deshalb wird zwei Tage vor Beginn der Airpower zu Vortrag und Diskussion mit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ins Kulturhaus Knittelfeld geladen. „Sie war schon einmal bei uns zu Gast und wird auch heuer über die aktuelle Situation informieren“, erklärt Webersink, der hinzufügt: „Wir hoffen, dass es das letzte Mal ist und die Airpower nicht mehr stattfinden wird.“

Reaktion

FPÖ-Landtagsabgeordnete Liane Moitzi hat bereits auf die Flugshow-Gegner reagiert und fragt: "Da die Airpower neben beeindruckenden Flugeinlagen vor allem einen unglaublichen wirtschaftlichen und touristischen Mehrwert für unsere Region hat, stelle ich mir die Frage, was hält die SPÖ Obersteiermark-West vom Ausreißer ihrer Jugendorganisation?“

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Info

Peacehour statt Airpower: Vortrag und Diskussion mit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb am Mittwoch, dem 4. September, um 18.30 Uhr im Weißen Saal des Kulturhauses Knittelfeld.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei!
Autor:

Stefan Verderber aus Murtal

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