Murtal
Auf der Jagd nach den Fachkräften

Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk und Regionalstellenleiter Michael Gassner (l.) zu Besuch bei Bernd Willibald und Jasmine Einödhofer.
  • Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk und Regionalstellenleiter Michael Gassner (l.) zu Besuch bei Bernd Willibald und Jasmine Einödhofer.
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Wirtschaftskammer startet Offensive für Fachkräfte - auch ein neuer Beruf könnte entstehen.

MURTAL. „Ja es gibt ihn, den Fachkräftemangel“, stellt man in der Wirtschaftskammer unmissverständlich klar. Untermauert wird die Aussage von einer aktuellen Umfrage des Institutes für Bildungsforschung der Wirtschaft (IBW). Demnach bestätigten 87 Prozent der befragten Unternehmer in der Steiermark, dass sie den Fachkräftemangel spüren würden, 75 Prozent sogar „sehr stark“.

Radar

Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk rückt nun mit einem Fachkräfteradar aus, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. „Durch die demografische Entwicklung gehen in den kommenden Jahren doppelt so viele Menschen in Pension wie ins Erwerbsleben nachrücken. Man muss kein großer Mathematiker sein, um die Folgen abschätzen zu können“, sagt Herk.

Forderungen

Die Wirtschaftskammer fordert nun, die Mobilität der Arbeitslosen zu erhöhen, den Arbeitsmarkt in Richtung Kroatien zu öffnen und die Mangelberufsliste zu regionalisieren. „Ohne qualifizierte Zuwanderung wird es nicht gehen“, heißt es seitens der Kammer. Im Murtal werden aktuell rund 1.300 Lehrlinge in über 440 Betrieben ausgebildet. Herk fordert die bildungspolitische Angleichung der Lehre mit der Matura, außerdem der Meisterprüfung mit dem Bachelor-Titel.

Neuer Lehrberuf

Keinen Mangel, sondern einen regelrechten Boom erlebt derzeit die Radwerkstatt Bernd Willibald in Knittelfeld. Dort ist bei Bernd Willibald und Jasmine Einödhofer seit einigen Monaten auch ein Lehrling beschäftigt - derzeit noch als Einzelhandelskaufmann mit Schwerpunkt Sportartikel. Bald soll es aber ein völlig neues Berufsbild im Bereich Fahrradtechnik geben. „Durch das E-Bike sind da völlig neue Anforderungen hinzugekommen“, sagt Willibald. Erste Vorgespräche mit Josef Herk hat es bereits gegeben, er hat seine Unterstützung zugesichert. „Aber das geht nicht von heute auf morgen“, heißt es.

Kompetenzen

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Anforderungen geändert haben. Das ist jetzt ein elektronischer Beruf“, sagt Herk. Er will das Berufsbild und Kompetenzen definieren und Ausbildungsmöglichkeiten prüfen lassen. Wenn der Bedarf steiermark- oder gar österreichweit gegeben sei, könnte es das neue Berufsbild in einigen Jahren tatsächlich geben. Verdi

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