Bodengesundheit im Fokus
"Murtaler Boden" sorgt für Resilienz, Wasser und regionale Ernte

Maßnahmen für einen gesunden Boden wurden von Bruno Markus Tafeit, Martina Galler, Nina Neuner und Christian Reiner vorgestellt.
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  • Maßnahmen für einen gesunden Boden wurden von Bruno Aschenbrenner, Markus Tafeit, Martina Galler, Nina Neuner und Christian Reiner vorgestellt.
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Besonders für die Landwirtschaft sei ein gesunder Boden überlebenswichtig. Doch auch Unternehmen seien durch Bodenversiegelung zunehmend betroffen. Mit „Murtaler Boden“ soll daher ein gemeinsamer Weg für eine nachhaltige Zukunft der Region geschaffen werden.

MURTAL. Die klimatischen Veränderungen sind auch in der Region Murau-Murtal deutlich spürbar: Während im vergangenen Jahr noch Überschwemmungen große Probleme verursachten, steht die Region heuer bereits vor zunehmender Trockenheit und Wasserproblemen. Extremwetterereignisse, intensive Nutzung und Bodenversiegelung setzen die Bodengesundheit zunehmend unter Druck – mit Folgen für Landwirtschaft, Wirtschaft und Bevölkerung.

"Murtaler Boden": Den Leitfaden und die Maßnahmen wurden veröffentlicht. | Foto: MeinBezirk/Julia Gerold
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Mit dem neuen Leitprojekt „Murtaler Boden“ möchten die Innovationsregion Murtal nun ein stärkeres Bewusstsein für den Wert gesunder Böden schaffen. Unter dem Leitgedanken „Gesunde Böden verbinden alle(s)“ soll der Boden als gemeinsame Grundlage für Landwirtschaft, Wirtschaft und Lebensqualität in den Mittelpunkt rücken.

„Das Thema Resilienz sollten wir in Angriff nehmen. Es wird auch in der nächsten Leader-Legislaturperiode eine maßgebliche Rolle spielen“, betont Bruno Aschenbrenner, Obmann der innovationsRegion Murtal.

Leitbild und Maßnahmenkatalog

Das Leitbild und einige Maßnahmen wurde von "beyond Mosauf" im Auftrag der Innovationsregion Murtal entwickelt. Dahinter stehen Nina Neuner, Martina Galler und Andrea Gruber, die sich in der Region bereits intensiv mit Marktgärtnerei, nachhaltigem Leben und regenerativer Landwirtschaft beschäftigen.

„Regenerativ arbeiten, regenerativ leben und die Bodengesundheit fördern – genau das wurde in diesem Leitprojekt konzipiert“, erklärt Martina Galler. Wichtige Ziele seien der Erhalt der Bodenfunktionen, die Speicherung von Wasser bei Starkregenereignissen und Trockenheit sowie die langfristige Sicherung von Lebensmittelproduktion und Lebensqualität. Vor allem gehe es aber darum, Bewusstsein zu schaffen. „Wenn sich jemand angesprochen fühlt, dann kommt etwas in die Gänge“, so Galler.

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"Beyond Mosauf" entstand am Kreislaufhof Mosauf in Baierdorf (Weißkirchen). Der Hof zeigt beispielhaft, wie regenerative Landwirtschaft, regionale Lebensmittelproduktion und neue Formen der Zusammenarbeit bereits heute praktisch umgesetzt werden können und dient auch als Vorzeigebeispiel, wenn es um einen gesunden Boden geht.

Offener Prozess für die Region

Das Projekt „Murtaler Boden“ versteht sich als offener Prozess für die gesamte Region. Gemeinden, Betriebe sowie Bürgerinnen und Bürger sollen sich aktiv einbringen und gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten. „Resilienz ist das Thema der Zukunft“, betont Christian Reiner, Geschäftsführer der Innovationsregion Murtal.

„Mit Murtaler Boden möchten wir unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammenbringen und neue Kooperationen rund um regionale Zukunftsfähigkeit ermöglichen.“
Christian Reiner, Geschäftsführer der Innovationsregion Murtal.

Geplant sind unter anderem Modellflächen, Bildungsangebote und Veranstaltungen rund um Bodengesundheit, regionale Wertschöpfung und regenerative Entwicklung. Dazu zählen Beetprojekte mit Schulen und Kindergärten, Betriebsgärten als Lernorte, Farm-to-Table-Veranstaltungen, Bodenworkshops, Gemeinschaftsgärten sowie Pilotflächen für regenerative Landwirtschaft und Agroforstsysteme.

Regenerative Landwirtschaft fördert einen gesunden Boden - und umgekehrt. | Foto: MeinBezirk/Julia Gerold
  • Regenerative Landwirtschaft fördert einen gesunden Boden - und umgekehrt.
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Unterstützt wird das Projekt auch von der Marktgemeinde Weißkirchen in Steiermark. Bürgermeister Markus Tafeit verweist auf die große Bedeutung gesunder Böden für die Oberflächenentwässerung und den Umgang mit Starkregenereignissen. „Viele Probleme könnten langfristig nicht allein durch teure bauliche Maßnahmen gelöst werden“, so Tafeit.

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