Luft nach oben
Koralmbahn bremst den Autoverkehr auf der A2 Südautobahn
- Auf der A2 Südautobahn ist der Autoverkehr im Korridor der Koralmbahn deutlich zurückgegangen. Zugleich liegt der verkehrsstärkste Abschnitt der Steiermark ebenfalls auf der A2.
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Auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen waren im ersten Halbjahr weniger Autos, dafür mehr Lkw unterwegs. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich. Besonders auffallend: Im Korridor der Koralmbahn ist der Pkw-Verkehr deutlich stärker zurückgegangen als im Rest des Landes. Die positive Wirkung der neuen Bahn-Achse könnte laut Mobilitätsorganisation jedoch noch deutlich stärker ausfallen.
STEIERMARK. Die Koralmbahn bremst den Autoverkehr auf der Südautobahn. „So wie bereits nach dem Ausbau und der Beschleunigung der Westbahnstrecke im Jahr 2012, hat auch die Koralmbahn zu einer Verlagerung von Autofahrten auf die Bahn geführt“, fasst VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk das Ergebnis einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zusammen. Konkret reduzierte sich die Zahl der Pkw auf der A2 Südautobahn im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 3,6 Prozent.
Koralm-Potenzial noch nicht ausgeschöpft
Dass das Potenzial der Koralmbahn auf der steirischen Seite noch nicht gänzlich ausgeschöpft ist, zeigt auch der Blick über die Landesgrenze: Auf der Kärntner Seite fiel der Rückgang des Autoverkehrs mit 6,3 Prozent fast doppelt so hoch aus wie auf der steirischen. Durch Begleitmaßnahmen könnte die positive Wirkung laut Schenk noch deutlich verstärkt werden. „Dabei spielen für den Pendelverkehr Unternehmen eine zentrale Rolle, für den Freizeitverkehr sind wiederum Maßnahmen von Ausflugszielen und Tourismusregionen sehr wichtig“, konkretisiert die VCÖ-Expertin. Im Güteranschluss könnten betriebliche Gleisanschlüsse dazu beitragen, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
- Die Koralmbahn bremst der Autoverkehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Asfinag.
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Beim VCÖ hat man sich nicht nur die Verkehrsentwicklung für den Koralm-Korridor angesehen, sondern auch für den Rest des Landes. Insgesamt wurde im ersten Halbjahr 2026 bei 80 Prozent der Zählstellen am steirischen Autobahn- und Schnellstraßennetz ein Rückgang des Autoverkehrs registriert. Der Lkw-Verkehr hingegen nahm bei 83 Prozent der Zählstellen zu. Der am stärksten befahrene Abschnitt in der Steiermark war die A2 Südautobahn bei Feldkirchen, wo im ersten Halbjahr 13,1 Millionen Kraftfahrzeuge – davon 88 Prozent Pkw – gezählt wurden. Das entspricht mehr als 3.000 Fahrzeugen pro Stunde, 24 Stunden am Tag, ohne Pause. Österreichweit fällt der Rückgang beim Autoverkehr mit 0,6 Prozent übrigens deutlich geringer aus, als im steirischen Korridor der Koralm.
- Der am stärksten befahrene Abschnitt in der Steiermark war die A2 Südautobahn bei Feldkirchen, wo im ersten Halbjahr 13,1 Millionen Kfz gezählt wurden, davon waren 88 Prozent Pkw.
- Foto: Marlene Anger/BB Archiv
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Appell: Fahrgemeinschaften bilden
Wie man den Verkehr auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen in Zukunft weiter reduzieren könnte? Laut VCÖ liegt großes Potenzial im Besetzungsgrad, der laut Daten des Umweltbundesamtes mit 1,14 Personen pro Pkw in Österreich derzeit niedrig ausfällt. Das Zauberwort lautet Fahrgemeinschaften, wobei Unternehmen beispielsweise mit Online-Plattformen, Apps und Gutschein-Systemen Anreize für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen könnten.
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