EU-Wahl: Die steirischen Spitzenkandidaten im Interview
"Wer Europa liebt, muss es auch verbessern wollen"

Grünen-Spitzenkandidat für die EU-Wahl: Werner Kogler
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  • Foto: Gebhart de Koekkoek
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Im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament hat die WOCHE die steirischen Spitzenkandidaten aller Parteien zum Interview gebeten und jeweils mit denselben Fragen konfrontiert. Werner Kogler von den Grünen schildert, wo die Europäische Union in der Steiermark in den Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen hat.

Warum kandidieren Sie?
Werner Kogler: Weil ich als Grüner ein Europa will, das Umwelt und Klima schützt. Weil ich für eine Union kämpfe, die von gemeinsamer Verantwortung geprägt ist.
Und weil ich unsere Heimat Europa liebe. Und wer Europa liebt, muss es auch verbessern wollen. Unsere Enkel und Urenkelinnen sollen in gesunder Umwelt und in einem sozial gerechten Europa aufwachsen können.

Wo und wie wird die EU in der Steiermark spürbar?
Werner Kogler: Die EU ist außerordentlich wichtig für den Naturschutz in der Steiermark, siehe beispielsweise die Schwarze Sulm. Die Natura 2000 Gebiete sind ganz wichtige Rückzugsräume für zahlreiche Pflanzen und Arten, die vom Aussterben bedroht sind.
Die offenen Grenzen zwischen Steiermark und Slowenien haben wirtschaftlichen, kulturellen und privaten Austausch ermöglicht wie er vor dem Fall des Eisernen Vorhanges undenkbar war.
350 Menschen, die aus Sozialdienstleistungen entlassen wurden, sind durch den "Globalisierungsfonds" von Kommissionspräsident Juncker, nach Umschulungen neu vermittelt worden.

Was ist Ihre persönliche Verbindung zum Jahr 1995?
Werner Kogler: Der Zusammenbruch des Warschauer Paktes und der Fall des Eisernen Vorhanges hat große Chancen für Österreich eröffnet. Der Beitritt war eine Voraussetzung, dass Österreich nicht nur geografisch, sondern auch gesellschaftlich, kulturell, politisch und wirtschaftlich in die Mitte des Kontinents gerückt ist.

Worin unterscheidet sich das EU-Wahlprogramm der Grünen zu jenem anderer Parteien?
Werner Kogler: Wir Grüne sind die einzige Partei, die sich als Fraktion im Europäischen Parlament zu 100 Prozent für Klimaschutz, eine gesunde Umwelt und sozialen Zusammenhalt einsetzt. Das zeigt auch das gemeinsame Wahlprogramm der Europäischen Grünen. Darin unterscheiden wir uns von den Anderen.

Warum ist es nicht egal, ob man am 26. Mai zur Wahl geht oder nicht?
Werner Kogler: Die vom Menschen verursachte Erderhitzung und die Bedrohung von Arten und Pflanzen sind die größte Herausforderung unserer Generation. Wir Grüne kämpfen für eine europäische Energie-, Verkehrs und Agrarwende. Denn es stimmt: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Machen wir den 26. Mai zur Klimawahl, jede Stimme für die Grünen zählt!

Welche Auswirkungen erwarten Sie sich nach der Ibiza-Affäre auf den Ausgang der EU-Wahlen?
Werner Kogler:
 Korruptionsfreie Politik sollte wieder wichtiger werden. Und zwar flächendeckend in Österreich und in Europa. Die Grünen kämpfen immer schon glaubwürdig für saubere Umwelt und saubere Politik.

Hier gehts zu den Interviews mit Simone Schmiedtbauer (ÖVP), Bettina Vollath (SPÖ), Georg Mayer (FPÖ) und Stefan Windberger (Neos).

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