Bäcker aus Deutsch Goritz
Johannes Binder holt Bronze beim Follow me Award
- Regionalstellenobmann Manfred Walter, Vizepräsident Dietmar Schweiggl, Johannes Binder, Manuela Weinrauch und Landesrat Willibald Ehrenhöfer (v. l.)
- Foto: Foto Fischer
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Beim Follow me Award der WKO Steiermark holte Bäcker Johannes Binder aus Deutsch Goritz steiermarkweit Platz drei.
DEUTSCH GORITZ. Die Bäckerei Binder in Deutsch Goritz zeigt, wie Tradition frisch bleibt: Johannes Binder führt den Familienbetrieb seit 2024 in vierter Generation und verbindet Kindheit zwischen Krume und Kruste mit innovativem Unternehmergeist. Beim Online-Voting des Follow me Awards 2025 erhielt er starke Unterstützung aus der Region und sicherte sich mit 1.913 Stimmen Platz drei in der Kategorie Familieninterne Nachfolge.
Insgesamt wurden für die zwölf nominierten Betriebe 16.670 Stimmen beim Online-Voting abgegeben. Der Follow me Award ist damit ein Wettbewerb, der die herausragenden unternehmerischen Leistungen von Betriebsnachfolgern in die Öffentlichkeit trägt: „Mit dem Follow me Award holen wir inspirierende Geschichten vor den Vorhang. Die diesjährigen Preisträger stehen für Mut, Verantwortung und spürbare Leidenschaft. Sie zeigen: Nachfolge ist kein Zufall, sondern tägliche Entscheidung für Qualität und Menschen", betont WKO-Steiermark-Vizepräsidentin Gabi Lechner. Denn. Auch nächstes Jahr würden wieder rund 900 Betriebe übergeben werden.
- Bäcker Johannes Binder (l.) aus Deutsch Goritz war für den "Follow me Award" nominiert.
- Foto: Bäckerei Binder GmbH
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Neue Investitionen geplant
Nominiert wurde Binder von Thomas Heuberger, Leiter der WKO-Regionalstelle Südoststeiermark: „Unter Johannes Binder bleibt die Bäckerei nicht nur ein Ort zum Einkaufen. Sie versorgt die Region verlässlich und ist ein stiller Motor im Hintergrund. Wenn Kinder mit einem Kipferl in der Hand hinauslaufen, weiß man: Diese Bäckerei gehört zum Leben hier.“
Johannes’ Weg zurück ins Handwerk begann überraschend: Zwei kaputte Öfen, ein Anruf vom Papa, eine Entscheidung fürs Herz. Heute führt er 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten, modernisiert Prozesse und hält doch am Wesentlichen fest. Die Mischung aus Herkunft und Zukunft schmeckt man: Dampfl-Brot aus eigenem Quellwasser und regionalem Getreide trifft auf die Brot-Retterbox, die Gebäck vom selben Tag rettet und neue Kundinnen und Kunden gewinnt.
„Man trägt Verantwortung fürs Team, für Qualität und Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig darf ich neue Ideen einbringen und den Betrieb nach meinen Vorstellungen weiterentwickeln. Wenn es echt ist und schmeckt, kommen die Leute wieder“, strahlt der Sieger mit der Medaille und der Urkunde in der Hand.
Nach vorne denkt Johannes in Jahrzehnten: Investitionen in Ofen, Kühlanlage und Gärverzögerer sind geplant. Wichtiger als Maschinen bleibt für ihn, was eine Landbäckerei ausmacht: Versorgung, Begegnung, Erinnerungen.
Steiermark im Generationenwechsel
Bis 2029 stehen beeindruckende 6.400 Arbeiterbetriebe vor der spannenden Herausforderung der Betriebsnachfolge. Und mit ihnen sind rund 80.000 Arbeitsplätze in unserem Bundesland direkt verbunden. Genau hier setzt die innovative Initiative Follow me an. Sie bildet eine Brücke zwischen scheidenden Unternehmern und aufstrebenden Nachfolgern, unterstützt durch ein starkes Netzwerk von Partnern mit viel Erfahrung in der Betriebsnachfolge. Ziel ist es, den komplexen Prozess der Unternehmensübergabe zu erleichtern – sei es innerhalb der Familie oder an externe Hände.
Follow me ist eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaftskammer Steiermark und des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark. Begleitet wird die Initiative durch namhafte Partner wie die Steiermärkische Sparkasse, Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen, Fachgruppe der Ingenieurbüros und der Notariatskammer für Steiermark.
- Bei der Roadshow der Jungen Wirtschaft: Manuela Weinrauch, Julian Scherr, Madlene Reischl, Sebastian Friedl und Marco Marina (v. l.)
- Foto: WKO Südoststeiermark
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Mentale Power bei der Jungen Wirtschaft
Unterdessen war die Roadshow der Jungen Wirtschaft (JW) zu Gast im Lasslhof Riegersburg, wo das Team der JW unter Obmann Marco Marina Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus dem Bezirk begrüßen konnte.
Madlene Reischl referierte zum Thema „Mentale Power“ und lud die Gäste auch zu wirkungsvollen Atemübungen ein, die im hektischen Unternehmeralltag und in herausfordernden Situationen sofort zu einer spürbaren Entspannung führen und die mentale Widerstandskraft nachhaltig stärken. Reischl: "Resilienz ist und bleibt ein wichtiges Kapital für jeden Unternehmer."
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