11.12.2017, 10:52 Uhr

Schef will Grassl als Murfelds Gemeindechef ablösen

Personelle Veränderungen sollen mit Jahreswechsel am Gemeindeamt in Lichendorf eintreten.

In Murfeld soll vereinbarte Bürgermeisterhalbzeitlösung schlagend werden.

In Murfeld stehen die Zeichen auf Veränderung. Im fortgeschrittenen Stadium sind Gespräche bezüglich eines Wechsels in den Bezirk Leibnitz. Seibersdorf soll Teil von St. Veit werden – die restliche Gemeinde Teil von Straß. Außerdem soll es bald zum Wechsel an der Gemeindespitze kommen. Nach der letzten Gemeinderatswahl, die ÖVP erhielt sechs Mandate, die Bürgerliste rund um Josef Schef fünf, hatte man sich auf eine Bürgermeisterhalbzeitlösung geeinigt.

Rücktritt mit 1. Jänner

Vizebgm. Josef Schef und Bgm. Werner Grassl haben sich nun geeinigt, dass Schef die Ablöse antritt. "Ich stehe zu meinem Wort", so Grassl, der mit 1. Jänner zurücktreten will. "Ich übergebe einen positiven Haushalt. Rückblickend freut es mich besonders, dass der Bau des neuen Kindergartens mit Kinderkrippe und die Etablierung der ganztägigen Volksschule gelungen sind. Auch der Zuzug ist beachtlich", lautet Grassls Bilanz.
Damit Schef Bürgermeister werden kann, bedarf es der Wahl im Gemeinderat – diese soll im Jänner stattfinden. Schefs großes Ziel lautet übrigens, den Bezirkswechsel in trockene Tücher zu bringen. Nötig sein wird eine Volksbefragung. Über 200 Bürger machten nun per Unterschriftenliste klar, dass man eigenständig bleiben will.

Kniffliges Startproblem

Schef würde bei Amtsantritt noch eine weitere knifflige Situation erwarten. Schwester Monika Schef ist Amtsleiterin. Laut Wolfgang Wlattnig, Leiter der Gemeindeabteilung – er bezieht sich u.a. aufs Vertragsbedienstetengesetz – ist dieses Dienstverhältnis mit direkter Vorgesetztenfunktion des Bürgermeisters nicht mehr möglich. Für Monika Schef müsste eine andere Dienstverwendung gefunden werden, ohne dass Verluste für sie entstehen.
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