Imst, Telfs, Zell a.Z., Kufstein
AK-Zangerl warnt vor Schließung von ÖGK-Geschäftsstellen
- AK Präsident Erwin Zangerl schlägt Alarm: Imst, Telfs, Zell am Ziller sowie Kufstein von Schließung betroffen.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Florian Haun
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) plant umfangreiche Einsparungsmaßnahmen und setzt dabei ihren Kurs der Zentralisierung fort. In Tirol wären die Servicestellen in Imst, Telfs, Zell am Ziller und Kufstein von den Einsparungen betroffen.
INNSBRUCK. Laut den durchgesickerten Einsparungsplänen der ÖGK sollte in einer Sitzung am 14. Juli in Wien beschlossen werden, nur 77 der aktuell 141 regionalen Beratungsstellen österreichweit zu erhalten. In Tirol wären voraussichtlich die Service- und Beratungsstellen in Imst, Telfs, Zell am Ziller und Kufstein betroffen. „Hier zeigt sich einmal mehr die Gefahr, der dogmatischen Zentralisierung zulasten der Versicherten. In ländlichen Regionen bedeuten solche Schließungen eine deutliche Verschlechterung der Service- und Beratungsqualität, auf die jedoch viele Versicherte sowie deren Dienstgeber und Vertragspartner angewiesen sind. Dies schwächt das Vertrauen der Menschen im ländlichen Raum und trägt langfristig dazu bei, dass sie sich von wichtigen Institutionen und der Politik in Stich gelassen fühlen“ führt AK Präsident Erwin Zangerl aus, warum solche Sparmaßnahmen deutlich weitreichendere Folgen haben als nur den kurzfristigen „Erfolg“ auf Kostenbasis. Digitale Angebote sowie telefonische Beratungen sind eine gute und wichtige Ergänzung, ersetzen jedoch keinesfalls den persönlichen Kontakt.
„Diese Pläne sind ein weiterer Schlag ins Gesicht der Versicherten, die durch den Zentralisierungswahn der ÖGK-Verantwortlichen einmal mehr um regionale Ansprechpartner und angemessene Servicequalität bangen müssen“, findet AK Präsident Erwin Zangerl angesichts des bekannt gewordenen Kahlschlags klare Worte.
- AK-Tirol Präsident Erwin Zangerl: „Diese Pläne sind ein weiterer Schlag ins Gesicht der Versicherten."
- Foto: AK Tirol
- hochgeladen von Georg Herrmann
Dass die Gesundheitskasse sparen muss, ist dem AK Präsidenten klar: „Durch die Kassenfusion wurden Mehrkosten verursacht. Die missglückte Zentralisierung hat nicht nur die versprochene Patientenmilliarde nie liefern können, sie ist ein finanzielles Desaster, hat die Krisen im Gesundheitssystem verschärft und obendrein haben die Versicherten bereits ihre Landesstellen verloren. Nun noch weitere Einsparungsmaßnahmen zulasten der regionalen Servicestellen zu forcieren, kann nicht die Antwort auf die zahlreichen, tiefgreifenden Probleme der ÖGK und des österreichischen Gesundheitssystems sein!“ AK Präsident Erwin Zangerl fordert die Verantwortlichen daher auf: „Die Versicherten brauchen Antworten darauf, wie die Versorgung im ländlichen Raum gesichert werden kann – die Schließung regionaler Service- sowie Beratungsstellen kann darauf nicht die Antwort sein und muss von den Verantwortlichen noch einmal überdacht werden!“
- Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl.
- Foto: AK Tirol
- hochgeladen von Sabine Knienieder
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