„EN4EVER" Kinder-Bürgermeisterwahl
In dieser Stadt gestalten Kinder selbst ihre Zukunft
- Enna Hiebler, Olivia Wilfling, Fabi Neuhold und Philipp Gschanes (v. l.) haben nun das Sagen in der Kinderstadt „EN4EVER".
- Foto: MeinBezirk/Leonie Herrmann
- hochgeladen von Leonie Herrmann
Zum ersten Mal in Weiz gastiert die Kinderstadt „EN4EVER“. Am zweiten Veranstaltungstag konnten die jungen Bürgerinnen und Bürger die Demokratie kennenlernen und die Bürgermeisterin sowie den Bürgermeister wählen. Bei der simulierten Stadt können die Kinder an 25 Stationen verschiedenen Berufen nachgehen und ihre Stärken kennenlernen.
WEIZ. Ob bei der Gärtnerei, der Bäckerei, der Polizeiinspektion, der Zeitungsredaktion oder dem Rathaus: Bei der Kinderstadt „EN4EVER“, die für eine Woche in Weiz gastiert, können die rund 200 teilnehmenden Kinder, im Alter von sechs bis zwölf Jahren, in verschiedene Berufe schlüpfen und diese näher kennenlernen. Sie gestalten ihr eigenes Stadtleben, dürfen Gesetze und Regeln mitgestalten, sowie Wirtschaft und gesellschaftliches Zusammenlieben spielerisch erleben.
- Bei der Bürgermeisterwahl konnten die Kinder Demokratie hautnah erleben.
- Foto: MeinBezirk/Leonie Herrmann
- hochgeladen von Leonie Herrmann
Die Demokratie kennenlernen
Am zweiten Tag stand die Wahl der Bürgermeisterin bzw. des Bürgermeisters auf dem Plan. In Anwesenheit der Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sowie der Weizer Bürgermeisterin Bettina Bauernhofer, Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark und Wolfgang Moitzi, Nationalrat und Landesvorsitzender der Kinderfreunde Steiermark wurde die Wahl abgehalten. „Ich wünsche allen gute Ideen zum Umsetzen und viel Spaß beim Kennenlernen der Berufe“, so Bürgermeisterin Bettina Bauernhofer in ihren Grußworten.
„Als Kinderstadtbürgermeisterin bzw. Kinderstadtbürgermeister könnt ihr die Stadt aktiv gestalten, gleichzeitig solltet ihr zuhören was sich die Bürgerinnen und Bürger wünschen. Mit dem Planspiel lernt man nicht nur wie das Zusammenleben verschiedener Bereiche funktioniert sonder man übernimmt auch Verantwortung und könnt die Stadt selber mitgestalten".
NAbg. Christoph Stark, Obmann der Energieregion Weiz-Gleisdorf
13 Kinder ließen sich bei der Wahl aufstellen und präsentierten in kurzen eigenen Worten, was sie umsetzen wollen würden. Zu den Vorschlägen gehörte unter anderem die Begrünung der Kinderstadt. „Ich möchte, dass das Mittagessen billiger wird, damit sich das alle leisten können und gleichzeitig sollte man mehr Lohn bekommen“, sagte etwa eines der Kinder.
- Gesamt kandidierten 13 Kinder für das Amt. Wer nicht für den Posten gewählt wurde, darf im Gemeinderat mitentscheiden.
- Foto: MeinBezirk/Leonie Herrmann
- hochgeladen von Leonie Herrmann
Diese Kinder haben nun das Sagen
Nach der Vorstellung der kandidierenden Kinder wurden Wahlzettel an die Bürgerinnen und Bürger verteilt, die dann wiederum in die Wahlurne eingeworfen wurden. Während die Stimmen von den Helferinnen und Helfern der steirischen Kinderfreunde gezählt wurden, hatten die Kinder die Möglichkeit, Bettina Bauernhofer und Christoph Stark Fragen über die Tätigkeit als Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister zu stellen. Kurz nach der Fragerunde wurden die Ergebnisse präsentiert und die Wahlgewinnerinnen und Wahlgewinner wurden angelobt.
Folgende Kinder haben nun das Sagen in der Kinderstadt:
- Bürgermeisterin: Olivia Wilfling
- Bürgermeister: Fabi Neuhold
- Stellvertretende Bürgermeisterin: Enna Hiebler
- Stellvertretender Bürgermeister: Philipp Gschanes
Sie wurden mit Schärpen und einer Urkunde geehrt. Kinder, die für das Amt kandidiert haben, dürfen im Gemeinderat sein und können so trotzdem die simulierte Stadt mitgestalten.
- Gesamt gibt es 25 Stationen in der Kinderstadt. Kinder können zum Beispiel bei der Zeitung, bei der Polizeiinspektion, bei der Bäckerei und vielen weiteren arbeiten.
- Foto: MeinBezirk/Leonie Herrmann
- hochgeladen von Leonie Herrmann
So lebt es sich in der Kinderstadt
Gesamt gab es in der Veranstaltungshalle beim Garten der Generationen 25 Stationen, sechs davon befanden sich außen, rund um die Halle. Die Kinder bauen sich selbst ihr Leben bzw. ihre Stadt auf und das für eine ganze Woche. Sie starten täglich in neue Berufe, verdienen ihre Löhne, tauschen sich untereinander über die Geschehnisse aus, bauen an neuen Projekten und verwandeln EN4EVER mit Kunst und Fantasie in einen bunten, lebendigen Ort. In Form einer eigens kreierten Währung, die den Namen „enigis“ trägt, verdienen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Lebensunterhalt und kaufen sich damit zum Beispiel ihr Mittagessen.
Das Projekt der Kinderfreunde wird im Rahmen des Leader-Programms mit 80 Prozent gefördert. Ebenso unterstützen die regionalen Unternehmen, die ebenfalls als Stationen bzw. Jobs vor Ort sind.
Das könnte dich interessieren:
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.