Stromkosten
Wer wechselt, spart bei Energierechnung

Energie wird wieder teurer. Dennoch haben Privathaushalte Möglichkeiten ihre Kosten im zu Zaum zu halten – etwa durch den Anbieterwechsel.
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  • Energie wird wieder teurer. Dennoch haben Privathaushalte Möglichkeiten ihre Kosten im zu Zaum zu halten – etwa durch den Anbieterwechsel.
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Auch wenn die Energiepreise gestiegen sind, haben Haushalte die Möglichkeit, Kosten zu senken.

Die Energiepreise steigen und eine Welle an Preiserhöhungen ist 2018 durch das Land gegangen, wie der Energieregulierbehörde E-Control bei der Präsentation ihres Tätigkeitsberichts betonte. Viele Haushalte werden die Steigerungen bei ihrer Gas- und Stromrechnung schon bemerkt haben.

Strom: Bis zu 60 Euro mehr

Doch die Steigerungen variieren stark unter den verschiedenen Energieanbietern. "Die Preissteigerungen liegen zwischen sieben und 47 Prozent pro Jahr und Haushalt", sagt E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Für einen durchschnittlichen Haushalt liege die Steigerung bei Strom zwischen zehn und 60 Euro pro Jahr, so Urbantschitsch weiter.

Die Preistreiber

Ein Grund für die Erhöhungen ist laut E-Control die ab Oktober 2018 in Kraft getretene Strompreiszonentrennung zwischen Österreich und Deutschland, die eine Verkleinerung des Marktes bewirkte. Ein zweiter Grund ist der deutliche Anstieg in den vergangenen Jahren bei den Preisen für fossile Brennstoffe wie Gas, Kohle und Öl. "Die österreichischen Stromgroßhandelspreise sind im europäischen Vergleich immer noch vergleichsweise gering", betont Urbantschitsch.

Hier gibt es Sparpotenzial

Doch wer den Strom- und Gasanbieter wechselt, kann trotzdem seine Energiekosten senken, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie noch vor einem Jahr. "Vor einem Jahr konnte sich ein Musterhaushaltskunde in Oberösterreich mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden beim Stromlieferantwechsel bis zu 320 Euro ersparen, aktuell sind es 205 Euro," so die Berechnung der E-Control. Bei Gas konnte ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden vor einem Jahr noch über 500 Euro sparen, aktuell sind es 285 Euro. Doch die Wechselraten bewegen sich weiterhin im einstelligen Bereich. So wechselten laut E-Control im vergangenen Jahr nur sieben Prozent aller Haushalte ihren Energieanbieter.

Von der GIS-Gebühr befreite Haushalte zahlen keine Ökostrompauschale 

Wie hoch ihr Einsparpotenzial ist, können Verbraucher über den Tarifkalkulator auf der Webseite der E-Control berechnen. Außerdem können sich einkommensschwache Haushalte, die von der GIS-Gebühr befreit sind, teilweise von den Ökostromkosten befreien lassen. Auch hier besteht noch viel Potenzial. Von rund 300.000 Haushalten, die von den Rundfunkgebühren befreit sind, haben sich laut E-Control nur etwa 131.000 auch von den Ökostromkosten befreien lassen.

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Die E-Control-Vorstände Wolfgang Urbantschitsch und Andreas Eigenbauer weisen darauf hin, dass sich über die Hälfte der einkommensschwachen Haushalte nicht von den Ökostromkosten befreien haben lassen.

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