Friedreich Ataxie
Muskeln außer Kontrolle
- Für viele Personen, die von der Friedreich-Ataxie betroffen sind, ist selbstständiges Gehen nicht mehr möglich.
- Foto: stevepb/Pixabay.com
- hochgeladen von Margit Koudelka
Die Friedreich-Ataxie (FA) ist eine seltene, genetisch bedingte, fortschreitende Erkrankung, die etwa einen von 50.000 Menschen betrifft.
ÖSTERREICH. Diese neurologische Krankheit führt dazu, dass bestimmte Nerven im Rückenmark und im Kleinhirn nach und nach geschädigt werden. Muskeln können dadurch zusehends schlechter bewusst angesteuert werden. Die ersten Anzeichen der FA zeigen sich meist zwischen dem achten und dem 15. Lebensjahr. Die Erkrankung äußert sich durch Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen sowie undeutliche Aussprache, sodass für Außenstehende der Eindruck entsteht, der Betroffene sei betrunken.
Mit Fortschreiten der FA entwickeln viele Patienten Störungen der Augenbewegungen und Schluckbeschwerden. Auch orthopädische Probleme der Füße wie Hohl- und Spitzfußbildung ("Friedreich-Fuß") gehören zum Krankheitsbild. Bei einem Teil der Patienten kommt es zudem zu Funktionsstörungen des Herzens, da auch der Herzmuskel von der Nervenschädigung betroffen ist. Diabetes ist bei FA-Patienten als Begleiterkrankung ebenfalls häufig zu beobachten. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 40 Jahren.
Heilung nein, Behandlung ja
Für eine gesicherte Diagnose der FA reichen klinische und neurologische Untersuchungen nicht aus, hierfür muss ein Gentest veranlasst werden. Eine Heilung ist bislang nicht möglich, allerdings gibt es Therapien, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
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