Live-Ticker
Corona-Virus: Ausgangsbeschränkungen verlängert bis nach Ostern, große Steigerungen bei Intensivbetreuung, knapp 400 neu Infizierte an einem Tag

Aktuelle Pressekonferenz der Regierung zur Corona-Krise mit Bundeskanzler Sebastian Kurz  und Vizekanzler Werner Kogler: "Die Maßnahmen werden verlängert bis nach Ostern, den 13. April."
18Bilder
  • Aktuelle Pressekonferenz der Regierung zur Corona-Krise mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler: "Die Maßnahmen werden verlängert bis nach Ostern, den 13. April."
  • Foto: Screenshot: Facebook.com
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Österreich im Ausnahmezustand, Tag fünf: Österreich hat erneut um 19,5 Prozent mehr Infizierte, insgesamt 2.203 Österreicher, das ist ein Plus von 360 Menschen an nur einem Tag. Die Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen werden zumindest bis zum 13. April, dem Ostermontag, verlängert. Ärzte verzeichnen eine große Steigerung an Intensivpatienten. Die Polizei überwacht die Ausgangsbeschränkungen und droht mit strengen Strafen bis zu 3.600 Euro. Supermärkte und Drogerien schließen eine Stunde früher. Parks bleiben geöffnet. Am Flughafen herrscht Chaos.

  • Die Ausgangsbeschränkungen werden verlängert bis 13. April (Ostermontag)
  • Lebensmittelgeschäfte und Drogerien dürfen nur noch bis 19 Uhr offen haben
  • Parks und Spielplätze können geöffnet bleiben
  • Sozialpartner appellieren:  "Schmeißt die Leute nicht raus!"
  • 2.203 Infektionsfälle in Österreich (Stand: Freitag, 8 Uhr), den aktuellen Stand gibt's hier.

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Informations-Hotline: 0800 555 621. Bei Verdacht wählen Sie die Hotline 1450. Alles rund um die Corona-Krise in allen Regionen des Landes gibt's auf unserer Themenseite.

Hier geht es mit dem Liveticker weiter: 

Corona-Virus: Knapp 400 neu Infizierte an einem Tag, große Steigerungen bei Intensivbetreuung

Kurz appelliert: "Halten Sie durch". Maßnahmen verlängert bis nach Ostern, 13. April
Bei der heutigen Pressekonferenz der Regierung um 11 Uhr spricht der Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit Vizekanzler Werner Kogler sowie Innenminister Karl Nehammer, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck über die aktuellen Lage und weitere Maßnahmen in der Corona-Krise. Kurz: "Die Maßnahmen werden verlängert bis nach Ostern, den 13. April."
Starke Zunahme an Intensivbetten
Vizekanzler Kogler ergänzt: "Aktuell sind 70 Erkrankte im Spital, 13 in Intensivbehandlung, 2.194 werden zuhause betreut, weil es äußerst milde Krankheitsverläufe sind". Kogler warnt: "Was wir schon verzeichnen, ist eine große Steigerungen bei der Intensivbetreuung."
Hier geht's zum Artikel.


Oberösterreich: Rehaklinik Enns schließt – Akutpatienten werden weiterhin betreut

ie oberösterreichischen Rehabilitationszentren Enns und Gmundnerberg, Gesundheitseinrichtungen der Vamed AG, werden aber nur zum Teil geschlossen. „Jene Bereiche der Rehabilitation, in denen ein dringender Behandlungs- und Betreuungsbedarf besteht, werden weiterhin fortgeführt“, sagt Vamed-Pressesprecher Ludwig Bichler. Dies betrifft vor allem Teile der Rehabilitation in der Neurologie, Kardiologie und Onkologie. Das berichtet KolleginMarlene Mitterbauer aus Enns. Hier geht's zum Artikel.

Interaktive Karte zeigt Erkrankungen nach Bezirken
Das Gesundheitsministerium veröffentlichte eine Grafik, in der die Krankheitsfälle in den einzelnen österreichischen Bezirken ersichtlich sind.  2.264 Menschen sind derzeit (Stand 20.3., 10 Uhr) am Coronavirus erkrankt. Bisher sind sechs Todesfälle von Gesundheitsministerium bestätigt. Ab sofort stellt das Gesundheitsministerium ein neues Informationsportal online, das die aktuelle Situation in Österreich anzeigt. Hier geht's zum Artikel von Kollegin Yvonne Brandstetter.

Neue Öffnungszeiten im Handel
Auf Schutzmaßnahmen für Handelsangestellte zu Zeiten der Corona-Pandemie einigten sich am Donnerstag, 19. März, die Sozialpartner. Konkret bedeutet das: Geschäfte dürfen nur mehr bis 19 Uhr geöffnet haben. Kollegin Yvonne Brandstetter berichtet, hier geht's zu ihrem Artikel.

Kinder malen Bilder für einsame Senioren
Eine wunderschöne Aktion, um die Einsamkeit von Pensionisten in Pflegheimen zu reduzieren, hat nun Klinikbetreiber und SeneCura gesetzt. Kinder, die nun zuhause sind und viel zeit habne, könne auf einer eigenen Platttform selbstgemalte Bilder einschicken, die dann an Senioren weitergeleitet werden, um ihnen eine Freude zu machen. Hier geht's zur Aktion.

"Wichtig sei nun, schnell viele Tests durchzuführen"
Das sagt Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger in einer virtuellen Pressekonferenz. Und weiter:  "Wir begrüßen die Devise 'Koste es, was es wolle'. Und man müsse jetzt ein ganz besonderes Augenmerk auf Kleinstunternehmer haben. Denn dass das kein Sache von ein paar Wochen ist, ist auch klar."

"Müssen Totalausfall unserer Krankenhäuser vermeiden"
Immer mehr Abteilungen in Krankenhäusern sind von Coronavirus-Infektionen betroffen, manche Abteilungen teilweise oder ganz gesperrt: Das LKH Hartberg in der Steiermark beispielsweise ist für Neuaufnahmen geschlossen. Aus gegebenem Anlass appelliert Harald Mayer, Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer, erneut an die Spitäler: „Es gilt, angesichts der zu erwartenden steigenden Infektionszahlen den Totalausfall von Abteilungen zu vermeiden." Notwendiger denn je seien jetzt auf die jeweilige Abteilung zugeschnittene Dienstplankonzepte, um den medizinischen Betrieb zu gewährleisten und das Personal zu schützen.

Umfrage: 75% der Menschen glauben, dass Österreich die Krise meistert
P8 Marketing hat mittels einer Online-Umfrage 1.200 Österreicherinnen & Österreicher im Zeitraum von 17. bis 20. März befragt, wie die aktuelle Stimmung in der Bevölkerung ist und welche Auswirkungen die Menschen in den nächsten Monaten erwarten. 72% sind davon überzeugt, dass Österreich die Krise bewältigen wird. 82% erwarten eine sehr negative (40%) bzw. negative (42%) Wirtschaftsentwicklung während der Krisenzeit. Rund 46% schätzen ein, dass die Krise in Österreich drei Monate anhält. Hier geht's zur Studie.

Gratis-Job-Anzeigen

Die Onlineplattform willhaben möchte auch in herausfordernden Zeiten all seine Möglichkeiten im Sinne von ganz Österreich bereitstellen. In diesem Zuge ist es im Job-Bereich von willhaben ab sofort möglich, kostenlose Anzeigen zu schalten. Ziel der Job-Plattform ist insbesondere die Unterstützung für Betriebe und Organisationen, die in diesen Tagen eine ganz besondere Leistung erbringen und dazu auch ein starkes Mitarbeiter-Wachstum zu bewältigen haben. „Egal ob im Handel, rund um Betreuung oder andere Dienstleistungen, jetzt ist proaktive Mithilfe gefragt.“, erklärt willhaben-Geschäftsführerin Sylvia Dellantonio die Hintergründe der Initiative. Hier geht's  zum Gratis-Job-Portal.

Österreichische Schulpsychologen helfen ab sofort bei Rat auf Draht
Rat auf Draht erreicht man unter 147, und das sieben Tage die Woche von 9 bis 18 Uhr seit 33 Jahren. Da Familien ob Home-Office und Home-Schooling "in stressvoller Situation sind", so Bildungsminister Heinz Faßmann in einer Aussendung, werden ab sofort Schulpsychologen und Sozialarbeiter, die bisher an Österreichs Schulen im Einsatz waren, die Notrufnummer unterstützen. 

Tirol: Person in Walchseer REHA-Theraphiezentrum erkrankt
Eine Person ist im Leitungsbereich eines REHA-Therapiezentrums am Walchsee am Coronavirus erkrankt. Dies wurde der Bezirksverwaltungsbehörde Kufstein am Mittwoch, den 18. März gemeldet. Bereits bei Auftreten der Symptome am Sonntag, den 15. März hat sich die Person umgehend selbst isoliert und einen Abstrich durchführen lassen. Das positive Testergebnis traf dann am Mittwoch ein. Das berichtet Kollegin Barbara Fluckinger aus Kufstein Hier geht's zu ihrem Artikel.

Chaos am Flughafen Wien
Menschen drängen sich in langen Schlange, vom Ein-Meter-Sicherheitsabstand ist nichts zu sehen: Am Flughafen Wien mangelt es  wohl an Personal. Wie Passagiere berichten, stehen sie dicht gedrängt Körper an Körper, um durch die Passkontrolle zu kommen.

Neue Zahlen aus dem Gesundheitsministerium mit Stand Freitag, 8:00 Uhr
Bisher  wurden 15.813 Tests durchgeführt: Davon sind 2.203 Österreicher positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das sind um 360 Infizierte mehr als noch am Abend zuvor, ein Zuwachs von 19,5 Prozent. Neun Personen sind genesen, das Gesundheitsministerium  führt sechs Todesfälle an. Das liegt daran, dass bei vier mit dem Corona-Virus infizierten und verstorbenen Österreichern die Todesursache noch nicht amtlich bestätigt wurde.

Die Infizierten nach Bundesländern: Burgenland (32), Kärnten (63), Niederösterreich (317), Oberösterreich (399), Salzburg (147), Steiermark (299), Tirol (490), Vorarlberg (179), Wien (277).
Hier geht's zur Homepage des Gesundheitsministeriums.

60.000 Pfleger fehlen in Österreich
Wegen Grenzschließungen  und Quarantäneregelungen in Österreich können  laut Ö1 aktuell rund 60.000 Pflegerinnen aus Rumänien, der Slowakei, Ungarn und Kroatien nur noch schwer ein- oder ausreisen. Damit mangels es an wichtigem Personal in der 24-Stunden-Pflege. 30.000 pflegebedürftige Österreicher haben nun keine entsprechende Unterstützung mehr. 

Niederösterreich: Bezirk Amstetten hat derzeit die meisten bestätigten Corona-Fälle (48)
Über die aktuelle Entwicklungen über den Corona-Virus und die Auswirkungen auf den Bezirk Amstetten berichtet Kollege Thomas Leitsberger. Hier geht's zu seinem Artikel.

Steiermark: Josef Muchitsch fordert generellen Baustopp
In einem offenen Brief wendet sich der regionale NAbg. Josef Muchitsch an Bundeskanzler Sebastian Kurz und bittet sofort um den generellen Baustopp zum Schutz der Bauarbeiter. Das berichtet Kollegin Waltraud Fischer aus Leibnitz. Hier geht's zu ihrem Artikel.

Tirol: 20 Prozent der positiven Fälle sind in Innsbruck
Derzeit liegen in Tirol 530 positive Coronavirus-Testergebnisse vor. Vier Personen sind mittlerweile wieder vollständig genesen. Bis dato wurden in Tirol bereits 5.416 Testungen durchgeführt. Das sind die offziellen Zahlen des Landes mit Stand vom 19. März. In Innsbruck gibt es über 100 positiv getestete Person, somit hat die Landeshauptstadt einen Anteil von über 20 Prozent. Das berichtet Kollege Georg Herrmann aus Innsbruck. Hier geht's zu seinem Artikel.

Aufhebung des Exportverbots für Schutzkleidung
Gesundheitsminister Rudolf Anschober gibt via Twitter bekannt, dass es nun zu einer Aufhebung des Exportverbots gekommen ist. "Aufhebung der deutschen Exportbeschränkung für medizinische Waren amtlich veröffentlicht - damit rechtskräftig. Damit können - wie vorgestern - nicht nur an der Grenze stehende LKW fahren, sondern kann generell Einkauf von Schutzkleidung wieder stattfinden. Beharrlichkeit war erfolgreich!"

Fake-News: Keine Hubschrauber, keine Chemikalien
In Zeiten der Krise nützen Betrüger gerne die Leichtgläubigkeit der Österreicher aus. Die Polizei stellt nun klar: Es wird keine Hubschrauber geben, die Chemikalien versprühen, das sind Fake-News. Um selbige zu bekämpfen wurde nun auch ein "digitaler Krisenstab" im Kanzleramt eingerichtet.

Handel schließt um 19 Uhr
Die Sozialpartner haben sich Donnerstagabend auf eine Reihe von Schutzmaßnahmen geeinigt und die Öffnungszeiten reduziert.  Das erklärten Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian in der ZIB 2. Lebensmittelgeschäfte und Drogerien dürfen nur noch bis 19 Uhr offen haben, Risikogruppen und schwangere Handelsangestellte sollen keinen Kundenkontakt mehr haben. Mitarbeiter sollen weiters mit Masken, Handschuhen und Plexiglas geschützt werden.

"Schmeißt die Leute nicht raus"
Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und ÖGB-Chef Wolfgang Katzian haben am Donnerstag in der ZiB 2 in einem dramatischen Appell die Unternehmer in Österreich aufgefordert, das Corona-Kurzarbeitsmodell anzuwenden und möglichst keine Mitarbeiter zu entlassen.  74.000 Menschen sind bisher seit den Maßnahmen arbeitslos gemeldet worden. Hier geht's zum Artikel.

Keine Pflicht zum Home-Office
Wie in der ZIB 2 Donnerstagabend noch angekündigt, hätte ab Mitternacht eine Verordnung gelten sollen, wonach Teleworking verpflichtend wird. Doch das sieht die Verordnung nun doch nicht vor. Ebenso regelt selbige, dass am Arbeitsplatz auch kein Meter Sicherheitsabstand gehalten werden muss, wenn "durch entsprechende  Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann." Was die Verordnung jedoch wie angekündigt regelt, ist die Sperre von Kur- und Rehabilitationsanstalten. Begräbnisse dürfen nur mehr im engsten Familienkreis durchgeführt werden.

Viertes Todesopfer in Wien
Am Donnerstag ist eine 94-Jährige Bewohnerin der Betreuungseinrichtung Haus Hohe Warte (Wien), wo mehrere Fälle von Covid-19 aufgetreten waren, verstorben. Sie befand sich seit mehreren Tagen im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Behandlung.

Mehr als 650 Anzeigen wegen Corona-Verstößen
 „Wir werden - derzeit - keinen zentralen Erlass für Schließungen von Parks machen“, sagte der Gesundheitsminister am Donnerstag - dies könne sich aber noch ändern. Einzelne Gemeinden haben das Recht, strengere Regeln zu erlassen. Sie können nach eigenem Ermessen Spielplätze oder Parks schließen. In der "ZiB 2" stellte Pürstl klar, dass Personen, die das "1-Meter-Abstand"-Gebot nicht einhalten, mit "einigen 100 Euro" Strafen rechnen müssen. Die vorgesehene Maximalstrafe beträgt 3.600 Euro. Hier geht's zum Artikel.

Corona-Virus: Offensive gegen häusliche Gewalt, 1.843 bestätigte Corona-Fälle in Österreich, ganz Tirol unter Quarantäne
Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

28 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!


2 Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen