Temperaturschwankungen
Was Hitze und Kälte mit Musikinstrumenten anrichten können
- Temperaturschwankungen wirken sich nicht nur auf Mensch und Tier aus, sondern auch auf Instrumente. (Symbolfoto)
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Musikinteressierte kennen das Prozedere: Die Pflege des eigenen Instruments ist aufwendig, aber sinnvoll. Vor allem mit den hohen Temperaturen im Sommer, verstimmen sich nicht nur die Instrumente, sondern auch die Gemüter.
ÖSTERREICH. Wer kennt es nicht: Man betritt einen neuen Raum, bei dem andere Temperaturverhältnisse als eben noch herrschen, man muss sich also akklimatisieren. Das gilt auch für Instrumente. Wer etwa umsiedelt und sein Klavier von A nach B transportiert, muss dieses erst einmal ruhen lassen, bevor es wieder gestimmt und gespielt werden kann.
Instrumente sind heikle Gegenstände, die temperaturempfindlich sind. Bei der Orgelpflege spricht etwa die Diözese Linz von den "Zehn Geboten". Eines davon widmet sich der Hitze und der anhaltenden Trockenheit, die vorwiegend diesen Sommer beherrschten. In diesem Fall bieten flache Gefäße mit Wasser im Orgelinneren Abhilfe.
Luftfeuchtigkeit ist ausschlaggebend
Musikinteressierte können davon ein Lied singen, wenn sich das eigene Instrument verstimmt. Streichinstrumente etwa reagieren nicht nur auf Temperaturschwankungen, sondern auch auf Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Denn da beginnt das Holz zu arbeiten und Leimverbindungen können sich lösen. Es kann aber auch zu Rissen kommen bei sehr hohen Temperaturen, wenn das Instrument etwa im Auto gelagert wird, kann sich der Lack lösen.
- Die Diözese Linz verweist bei der Orgelpflege auf die "Zehn Gebote".
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Eine Geige zum Beispiel sollte deshalb in Räumen mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 Prozent aufbewahrt werden. Wird eine Geige in einem Konzertsaal, Probenraum und einer Kirche abwechselnd gespielt, kann man auch auf einen "Dampit", also einen eigenen Befeuchter, zurückgreifen. Wer eine Fußbodenheizung hat, sollte beim Abstellen der Instrumente aufpassen. Egal, ob Saiten-, Holz- oder Blasinstrument: Jedes hat seine eigenen Regeln.
Noch ein Tipp zu den Temperaturen: Oft kommt es nicht auf die direkte Sonne oder die extreme Hitze an, sondern auf den Übergang. Der Wechsel von warm und kalt wirkt sich unterschiedlich auf das Instrument aus. Das gilt auch, wenn zum Beispiel eine Gitarre in einem neuen Ort ausgepackt wird. Nach der Ankunft ist es empfehlenswert, das Saiteninstrument ein paar Minuten im Koffer zu lassen, damit es sich eben akklimatisiert. Natürlich ist das aber alles eine Frage des (Hör-)Geschmacks. Für die eine Person klingt ein Instrument verstimmt schöner, als für die andere.
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