Nach Covid-Tief
Wieder mehr Vertrauen in österreichische Institutionen
- In das Bundesheer vertrauen die Österreicherinnen und Österreicher mehr denn je.
- Foto: Österr. Bundesheer
- hochgeladen von Helmut Riedl
Ein jährlicher Index zeigt, wie sehr die Österreicherinnen und Österreicher den Institutionen des Landes vertrauen. Der starke Zuwachs lässt sich vor allem auf einen Tiefpunkt während der Pandemie zurückführen.
ÖSTERREICH. Jährlich erstellen und veröffentlichen die Österreichische Gesellschaft für Marketing (OGM) und die Austrian Press Agentur (APA) gemeinsam einen Vertrauensindex. Dieser soll zeigen, wie sich das Vertrauen des Volks in Institutionen des Landes im Vergleich zum Vorjahr verändert hat.
Der diesjährige APA-OGM-Vertrauensindex, der am Freitag, 1. November, veröffentlicht wurde, ist eine Auswertung von 1.068 Online-Interviews. Dafür wurden wahlberechtigte Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren ausgewählt, die die Meinung des Landes repräsentieren sollen. Seit 20 Jahren ist die Fragestellung gleich: "Vertrauen Sie ... oder vertrauen Sie ... nicht oder kennen Sie ... nicht?". Jeder Institution werden bei der Auswertung verhältnismäßig Vertrauenspunkte zugeteilt, die ins Plus oder Minus gehen können.
Großer Vertrauenszuwachs
Tatsächlich dürfen sich die meisten Institutionen über Vertrauenszuwachs freuen. In seinem Kommentar geht Wolfgang Bachmayer, Gründer und Geschäftsführer von OGM, auf die Gründe für die Veränderungen ein. Der große Zuwachs lässt sich so dadurch erklären, dass das Vertrauen während der Covid-Krise einen heftigen Rückschlag erlitten und dadurch einen Tiefpunkt erreicht hatte.
- Der OGM-APA-Vertrauensindex wurde am Freitag, 1. November, veröffentlicht.
- Foto: APA-Grafik / picturedesk.com
- hochgeladen von Tamara Winterthaler
Am meisten Vertrauen konnte das österreichische Bundesheer gewinnen. Dieses ist mit 67 Punkten nicht nur auf dem ersten Platz, sondern konnte im Vergleich zum Vorjahr 16 Punkte für sich gewinnen. Bachmayer schlussfolgert, dass dies an den Krisen, Naturkatastrophen und Kriegen der vergangenen Jahre liegt. Hier fühlen sich die Menschen auf das Heer angewiesen.
Während das Parlament im vergangenen Jahr noch im Vertrauensminus war, ist es heuer mit 10 Punkten im Plus – es hat also 14 Punkte zugelegt. Auch das liege daran, dass sich das Land von einem Tiefpunkt erholt. An Vertrauen verloren haben zum Beispiel Bundespräsident Alexander van der Bellen (-6), Schulen (-5) und die Österreichische Gesundheitskassa (-7). Am schlechtesten schneiden die Sozialen Medien mit minus 69 Punkten ab (-11).
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