Neue Jagdstatistik
Zahl der tot aufgefundenen Hasen mehr als verdoppelt
- Österreichs neue Jagdstatistik zeigt eine gegenläufige Entwicklung: Während die Zahl der Abschüsse sank, wurden deutlich mehr verendete Wildtiere gemeldet. (Symbolbild)
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Österreichs neue Jagdstatistik zeigt eine gegenläufige Entwicklung: Während die Zahl der Abschüsse sank, wurden deutlich mehr verendete Wildtiere gemeldet. Besonders stark stiegen die Verluste bei Hasen infolge des Myxomatose-Ausbruchs im Vorjahr.
ÖSTERREICH. Am Ende jedes Jagdjahres melden Behörden und Landesjagdverbände nicht nur die Zahl der erlegten Tiere. Erfasst werden auch Wildtiere, die durch Krankheiten, Verkehrsunfälle, ungünstige Witterung oder andere Ursachen verendet sind. Die aktuelle Bilanz für 2025/26 zeigt zwischen beiden Gruppen einen deutlichen Unterschied.
Insgesamt wurden rund 690.500 Wildtiere erlegt. Das waren 4,8 Prozent weniger als im Jagdjahr davor. Die Abschüsse von Haarwild – damit sind jagdbare Säugetiere gemeint – sanken um 5,4 Prozent auf rund 590.800 Tiere. Beim Federwild, also jagdbaren Vögeln, betrug das Minus 1,1 Prozent. Hier wurden rund 99.700 Tiere erlegt.
Weniger Hasen erlegt, deutlich mehr verendet
Besonders auffällig war die Entwicklung bei den Hasen. Während die Zahl der Abschüsse um 57,2 Prozent auf 44.800 sank, wurden gleichzeitig 55.600 Tiere als Fallwild gemeldet – 120,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Als Fallwild gelten Tiere, die nicht bei der Jagd erlegt, sondern tot aufgefunden wurden oder durch andere Ursachen verendeten.
- Die sonstigen Hasenverluste abseits des Straßenverkehrs stiegen sogar um 379,2 Prozent auf 40.200 Tiere. Die Statistik Austria bringt diesen sprunghaften Anstieg mit dem Myxomatose-Ausbruch, auch Kaninchenpest genannt, im Jahr 2025 in Verbindung. (Symbolbild)
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Die sonstigen Hasenverluste abseits des Straßenverkehrs stiegen sogar um 379,2 Prozent auf 40.200 Tiere. Die Statistik Austria bringt diesen sprunghaften Anstieg mit dem Myxomatose-Ausbruch, auch Kaninchenpest genannt, im Jahr 2025 in Verbindung.
Verkehr häufigste Ursache für Wildtierverluste
Insgesamt wurden bei allen erfassten Wildarten rund 140.300 Fallwildverluste gemeldet – ein Plus von 21,5 Prozent. Am häufigsten betroffen waren Rehe mit 63.800 Tieren, gefolgt von Hasen. Einen deutlichen Anstieg bei den Abschüssen gab es hingegen beim Schwarzwild, also bei Wildschweinen: Mit 43.900 Tieren wurden um 51,2 Prozent mehr erlegt.
Der Straßenverkehr blieb mit 65.000 getöteten Tieren die größte einzelne Ursache. Auf ihn entfielen 46,4 Prozent aller gemeldeten Wildverluste. Die Jagdstatistik bildet Abschüsse und gemeldetes Fallwild ab, erlaubt jedoch keine direkten Rückschlüsse auf die Größe der österreichischen Wildbestände.
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