DAÖ-Aschermittwochtreff
Strache tritt bei Wien-Wahl für DAÖ an

Heinz-Christian Strache hielt seine Rede im Sitzen, da er sich im Skiurlaub einen Kreuzbandriss zugezogen habe, so Strache.
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  • Heinz-Christian Strache hielt seine Rede im Sitzen, da er sich im Skiurlaub einen Kreuzbandriss zugezogen habe, so Strache.
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Am Mittwoch fand in der Wiener Prateralm das DAÖ-Aschermittwochtreffen mit HC Strache statt. Heinz Christian Strache verkündete erwartungsgemäß seinen Antritt bei der Wien Wahl im kommenden Herbst. 
 
ÖSTERREICH. 15 Aschermittwoch-Reden hatte Heinz-Christian Strache in den vergangenen Jahren für die FPÖ gehalten. Seine 16. Rede hielt er als Gastredner der "Die Allianz für Österreich" (DAÖ). "Wer wenn nicht ich kann ein ernstzunehmender Gegner von Michael Ludwig in Wien sein", kündigte Strache vorab im Interview mit oe24.tv an. "Es braucht 2020 einen Wandel in Wien , wir brauchen HC Strache", läutete DAÖ-Gründungsmitglied Dietrich Kops den Event ein. 

Gegen 20 Uhr zog Strache mit seiner Frau Philippa in der Prateralm ein. Er nahm auf einem Sessel Platz, da er sich beim Ski-Fahren das Knie verletzt hatte. „Liebe Freunde, man muss immer wieder aufstehen und das ist das, was uns auszeichnet", sagte er zu Beginn seiner Rede. Strache bezeichnete den Aschermittwochtreff als „politisch einer der wesentlichsten Reden im Jahr“. Egal wie viel Fallen man ihm gestellt und Hindernisse in den Weg gelegt habe, es sei wichtig, sich nicht aufhalten zu lassen, fuhr Strache fort.

Strache: "Es wird Neustart mit mir geben"

"Der Fasching ist heute zu Ende und ich werde euch nicht länger auf die Folter spannen. Es wird diesen Neustart mit mir geben, mit einer neuen freiheitlichen Bürgerbewegung bei der Wienwahl 2020.“ In den nächsten Wochen werde er präsentieren, "wie diese Bürgerbewegung aussehen wird." "Wartet’s noch ein paar Wochen", sagte Strache. Die von ihm eingesetzten Nachfolger hätten ihn verlassen, so Strache und sich damit ins Unrecht gesetzt. „Ich und wir sind das Original und nicht irgendwelche Herrschaften, die all die Jahre in meinem Windschatten mitgeschwommen sind."

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Immer wieder habe er Probleme frühzeitig erkannt, und man sei über ihn hergefallen. „Und ich werde auch in Zukunft nicht meine Mund halten“, betonte Strache im Laufe seiner rund einstündigen Rede. Strache kritisierte in seiner Rede u.a., dass Asylwerber bis zum Abschluss ihrer Lehre in Österreich bleiben dürfen. Das sei der erste Schritt „dass die nachher erst recht da bleiben dürfen“, kritisierte er. Strache wetterte weiter gegen "Muslime, die Parallelgesellschaften errichten", den politischen Islam und "Migranten, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen".

Die "Fridays for Future"-Bewegung bezeichnete der ehemalige Vizekanzler als „Schulschwänzer“, die doch auch am Wochenende demonstrieren gehen könnten . „Für diesen Regelverstoß gibt es dann auch noch Lob“, so Strache.

Kritik richtete Strache auch in Richtung der Wiener Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne): 350.000 Pkw weniger in Wien würden das Klima nicht retten. „Ich werde alles dazu beitragen, dass bei der Wien Wahl 2020 die Hälfte der Grünen weg sein werden.“ Wien sei eine „politische Dauerbaustelle", in der Strache den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Vorgänger Michael Häupl mit Getränken verglich: Häupl sei der Spritzwein , "der hat immer Saison", Ludwig hingegen sei ein „stilles abgestandenes Wasser“.

Rücktritt vom Rücktritt 

Dass der ehemalige FPÖ-Chef bei der Aschermittwochtreffen seine Kandidatur bei der Wien Wahl bekannt geben werde, galt im Vorhinein als so gut wie sicher. Vor fünf Monaten klang das noch ganz anders: "Ich stelle mit dem heutigen Tag jede politische Aktivität ein und strebe auch kein politisches Amt mehr an. Das ist mein völliger Rückzug aus der Politik und aus der Öffentlichkeit", sagte Strache damals. Jetzt gilt das also doch nicht mehr.

Praktisch zeitgleich fand im oberösterreichischen Ried im Innkreis der traditionelle Aschermittwochtreff der FPÖ statt. In Oberösterreich zogen Norbert Hofer und Manfred Haimbuchner in die Jahnturnhalle ein, in der erwartungsgemäß mehr Menschen als beim DAÖ-Treffen vor Ort waren. Letztes Jahr zur selben Zeit sei vieles besser gewesen, so Haimbuchner in seiner Rede: "Wir waren der Motor in der Bundesregierung, wir hatten einen Innenminister Herbert Kickl, der etwas weiter gebracht hat für unser Land."

Großangriff gegen die Grünen
Schlagabtausch zwischen FPÖ und DAÖ geht weiter
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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