Erleichterung für Studenten
Unis wollen Lateinpflicht für viele Studien streichen
- Für einige Studien soll Latein als Voraussetzung wegfallen. (Archiv)
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Laut Universitätenkonferenz sollen einige Lehramtsstudien, Jus und Medizin künftig ohne Latinum auskommen. Der Vorschlag liegt schon beim Bildungsministerium.
ÖSTERREICH. Die Österreichische Universitätenkonferenz uniko will den Studentinnen und Studenten das Leben erleichtern. Das Bachelorstudium fürs Lehramt beispielsweise ist von vier auf drei Jahre verkürzt worden. Dazu gibt es aber einen stärkeren Praxisanteil, Grundlagen in Deutsch als Zweitsprache und inklusive Pädagogik.
Die uniko sieht einen Mehraufwand bei gleichzeitig kürzerer Studiendauer und plädiert daher dafür, Latein nicht mehr als Voraussetzung für Lehramtsstudien zu verlangen – mit Ausnahme natürlich von Latein als Lehramt.
Derzeit ist Latein für einen Großteil des lebenden Fremdsprachenunterrichts, für Religionsunterricht (evangelisch und katholisch) sowie für Geschichte und politische Bildung vorgeschrieben. Das sollte wegfallen, sodass Studentinnen und Studenten auch im Lauf des Studiums keine Lateinprüfung nachliefern müssen.
Kein Latein für Medizin und Jus
Fallen soll die tote Sprache auch bei Human-, Zahn- und Veterinärmedizin, bei Pharmakologie und Rechtswissenschaften. Bei Deutsch, Anglistik, Romanistik und Slawistik als Diplomstudium sollen Lateinkenntnisse hingegen weiterhin mittels Schulzeugnisses oder Zusatzprüfung nachgewiesen werden müssen.
Die uniko hat diese Idee Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) übermittelt. Er will den Vorschlag prüfen. Die Unis betonen, dass sie weder den kulturellen Wert von Latein gering schätzen noch verkennen, wie sehr der Lateinunterricht die Analysefähigkeit stärkt. Latein solle vor dem Hintergrund eines umfassenden Kulturverständnisses jedenfalls Bildungsbestandteil bleiben.
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